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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wer soll die Last des Autoverkehrs zur FH tragen?
Zwischenüberschrift:
Schürings: Entscheidung noch offen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Westerberg (ack) " Keine Rennstrecke" solle auf dem Gelände der ehemaligen Caprivikaserne entstehen. Das sagt nicht nur Hochschulpräsident Erhard Mielenhausen, sondern auch der Architekt der Firma MHS Massivbausysteme, Frank Höving. Dennoch könnten ihre Meinungen kaum weiter auseinander liegen.

Denn Mielenhausen meint damit, dass er keinen Zufahrtsverkehr möchte, der von der Caprivisträße kommend quer über den als Fußgängerbereich geplanten Campus zum Parkplatz auf dem ehemaligen Exerzierplatz im Ostteil des Geländes rollt.

Dagegen will die Firma MHS möglichst verhindern, dass die Zufahrt zum Parkatz stattdessen künftig über die gesamte Länge der parallel verlaufende Sophie-Charlotte-Straße abgewickelt wird. Diese neue Straße teilt das ehemalige Kasernenareal in das FH-Gelände im Süden und den derzeit enstehenden Wohnpark im Norden. MHS baut hier Reihenhäuser, Eigentumswohnungen und möglicherweise bald auch Einfamilienhäuser in gehobener Preiskategorie (wir berichteten).

Eine dritte Möglichkeit, das FH-Gelände an das Straßennetz anzubinden, besteht über die Blumenthalstraße, die im Osten an das Gelände anschließt.

Doch die Anwohner der Kopfsteinpflasterstraße, auch ohne den FH-Verkehr bei ortskundigen Autofahrern ein beliebter Schleichweg, wehren sich. Denn schon während der Bauarbeiten am neuen Hörsaalgebäude hatte die FH ein bis dahin geschlossenes Tor zur Blumenthalstraße übergangsweise für den Verkehr geöffnet: " Zur hellen Freude der Anlieger...", kommentiert Thomas Haarmann (Bürgerverein Nord-West) sarkastisch. Inzwischen erfolgt als Kompromiss die Zufahrt zum Gelände über die Sophie-Charlotte-Straße, die zurzeit als nicht ausgebaute Baustraße noch MHS gehört, und nur die Abfahrt über die Blumenthalstraße, was vielen Anwohnern der engen Straße aber noch immer zu viel ist. " Morgens um sechs geht der Krach los", berichtet einer von ihnen entnervt.

Wie soll die Verkehrsführung aussehen, wenn das ehemalige Kasernengelände vollständig bebaut ist? Viele Anwohner der Blumenthalstraße fürchten, dass nun " Fakten geschaffen" wurden und auch weiterhin FH-Verkehr durch ihre Straße rollen wird. Mielenhausen betont hingegen, die FH habe im Gespräch mit Anwohnern, MHS und Oberbürgermeister Fip zugesagt, die Blumenthalstraße in Zukunft nicht für Kfz-Verkehr zu nutzen.

Bereits jetzt scheint aber klar zu sein: Auch die zukünftigen Bewohner des Wohnparks, die viel Geld für ihre Häuser und Wohnungen bezahlen, werden wohl wenig begeistert sein, die Verkehrsbelastung tragen zu müssen.

" Wie es weitergeht, ist noch nicht abschließend entschieden", unterstreicht Franz Schürings, Fachbereichsleiter Städtebau. Die endgültige Entscheidung solle getroffen werden, sobald die provisorische Sophie-Charlotte-Straße von der Bau- zur Verkehrsstraße ausgebaut werde. Noch seien aber grundsätzlich alle Optionen offen, inklusive der Möglichkeit, den von der Caprivisträße kommenden Verkehr bereits am Anfang der Straße auf das FH-Areal zu lenken.

DER FH-PARKPLATZ auf dem früheren Exerzierplatz. Der Campus zwischen Parkplatz und neum Hörsaalgebäude (rechtes Foto) soll nach dem Willen der FH Fußgängern vorbehalten bleiben.

EINE SCHRANKE trennt den FH-Parkplatz von der Blumenthalstraße. Sie öffnet sich nur für abfließenden Verkehr. Ginge es allerdings nach den Anliegern, wäre ihre Straße vom FH-Gelände aus überhaupt nicht befahrbar. Fotos: Gert Westdörp
Autor:
ack


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