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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Auf den zweiten Blick: Sattes Grün hinter grauen Mauern
 
Die Nachbarschaft zählt
Zwischenüberschrift:
Aus der Nähe betrachtet: Der Stadtteil Kalkhügel
 
Der Kalkhügel hat viel zu bieten: Mietwohnungen, schicke Einfamilienhäuser und die Kleingärten gleich um die Ecke
 
Kalkhügel: Was ist das Besondere?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Aus der Nähe betrachtet: Der Stadtteil Kalhügel

Auf den zweiten Blick: Sattes Grün hinter grauen Mauern

Der Kalkhügel hat viel zu bieten: Mietwohnungen, schicke Einfamilienhäuser und die Kleingärten gleich um die Ecke

Von Meike Hohenbrink

Kalkhügel

Durch diesen Stadtteil zieht sich ein " grüner Finger". Auf den ersten Blick ist das nicht immer zu erkennen. Doch blickt man um die Ecken, auch hinter die gemauerten Fassaden, hat der Stadtteil Kalkhügel vieles zu bieten. Nicht nur seine Einwohner profitieren davon, sondern auch Kleingärtner und Spaziergänger.

Die Schneiderin, die die Hose passgenau herrichtet, der Fahrrad-Händler, der die Drahtesel in Schuss hält, die kleine Kneipe und der Pizza-Bäcker am Eck, die freundliche Bedienung an der Brottheke und Supermarkt-Kasse: Entlang der Sutthauser Straße finden die Einwohner des Stadtteils Kalkhügel fast alles, was sie zum täglichen Leben brauchen. Wenn auch zahlreiche Autos, Laster und Busse über den Asphalt der Sutthauser Straße preschen und die Lärmschutzfenster den Geräuschpegel abschmettern, so liegt doch nur ein paar Meter weiter am Burenkamp das Grüne direkt vor der Tür. Hier pflegen die Stadtbewohner mit viel Liebe und Sorgfalt ihre Pflanzen, verbringen jede freie Minute am Wochenende in ihrem kleinen Hobby-Domizil.

Die Gartenanlagen laden zum Spaziergang ein, der auch gern bis zum Hörner Bruch ausgeweitet wird. Jogger, Radfahrer und Skater bevölkern die ruhig gelegenen Straßen, sobald die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken brechen.

Im vorderen Bereich des Kalkhügels, südlich der Uhlhornstraße sowie im östlichen Bereich der Sutthauser Straße bestimmen dagegen ehemalige Arbeiterwohnhäuser das Bild. Stadtauswärts stehen linksseitig der Sutthauser Straße rote Backsteinhäuser aus den 20er Jahren. In den 60er Jahren entstanden große drei- bis viergeschossige Häuserblöcke mit Mietwohnungen an den Straßen Am Kalkhügel, Knappsbrink und an der Gustav-Tweer-Straße. Teilweise grenzen die Höfe direkt an die Bahnstrecke nach Münster. Südlich vom Brinkhofweg befindet sich eine Klöckner-Siedlung aus den 60er und 70er Jahren.

Bedeutend für die Stadtteilentwicklung ist auch die Umwandlung der General-Martini-Kaserne. Lange Zeit schränkte die militärische Nutzung den Kalkhügel ein. Heute sind auf dem ehemaligen Militärgelände Verwaltungseinrichtungen von Bund und Land untergebracht. Zahlreiche Familien haben in den Baugebieten ein neues Zuhause gefunden.

Rund um die Magdalenenstraße fällt der gute Zusammenhalt der Anwohner auf. Hier organisierte die Nachbarschaft in den vergangenen Jahren mehrere Feste, deren Erlös hilfsbedürftigen Menschen und Institutionen zugute kam. Die Luther- und Pius-Kirchengemeinden tragen ebenfalls zum Zusammenhalt bei. Das Paulus-Heim bietet Senioren einen attraktiven Alterswohnsitz. Und für die Jugend steht von der Grundschule bis zur Berufsbildenden Schule ein breites Angebot zur Verfügung.

Auch das Gewerbegebiet am Burenkamp gehört zum Kalkhügel. Direkt an der Autobahn, aber nur zehn Minuten mit dem Rad zur Innenstadt - auch das macht diesen Stadtteil für viele reizvoll.

Kalkhügel: Was ist das Besondere?

Stadtteil-lnfo

Die Nachbarschaft zählt

Für Karl-Heinz Kemkes ist das Besondere der Zusammenhalt in der Nachbarschaft. Der 68-Jährige wohnt Zeit seines Lebens in der Magdalenenstraße und möchte nirgendwo anders hin. Außerdem: " Es ist schön, dass wir einen freien Blick vor dem Haus haben", sagt Kemkes. Der Friedrich-Lehmann-Platz liegt direkt vor der Tür. Auch die Verkehrsanbindungen " sind gut, und alles ist nah dabei". Sobald das Wetter mitspielt, verbringen er und seine Frau Anne die Zeit in ihrem Schrebergarten in der Deutschen Scholle. " Damals musste man zwei Jahre auf den Garten warten", erinnert er sich und ist glücklich, dass es vor 30 Jahren schließlich geklappt hat. " Das ist ' ne super Sache!" (mho)

Viele Singles

Am Kalkhügel wohnen 5 687 Menschen, davon sind 12, 7 Ausländer (Stand 2003). Den größten Anteil der Bevölkerung machen mit 30, 6 Prozent die 40-bis 65-jährigen aus. 57, 5 Prozent der Wohnungen werden von Singles bewohnt. Höchster Punkt im Stadtteil ist mit 120 Metern die Einmündung Am Fernblick in den Hauswörmannsweg. Der Kalkhügel selbst ist dagegen nur 94 Meter hoch. Niedrigster Punkt ist mit 67 Metern die Einmündung der Wörthstraße in die Sutthauser Straße. Der Stadtteil hat eine Fläche von 301, 2 Hektar.

EINE GRÜNE OASE und gleichzeitig Erholungsgebiet für viele Osnabrücker: Die Schrebergärten vom Verein Deutsche Scholle gehören zum " grünen Finger", der sich durch den Stadtteil Kalkhügel zieht. Foto: Gert Westdörp

HUFGETRAPPEL gehört der Vergangenheit an. Die Zeiten, in denen die Sutthauser Straße noch nicht von motorisierten Fahrzeugen überrollt wurde, sind lange vorbei. Das Foto haben wir dem Buch " Alt-Osnabrück", Band entnommen, erschienen im Verlag H. Th. Wenner.
Autor:
Meike Hohenbrink


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