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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kein Gewerbegebiet in Voxtrup
 
Keine Versickerung
Zwischenüberschrift:
CDU-Kreisvorstand für Stopp der Planungen - Jasper: Nachteile überwiegen
 
Zur Sache: Risikostudie
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Kein Gewerbegebiet in Voxtrup

CDU-Kreisvorstand für Stopp der Planungen - Jasper: Nachteile überwiegen

Voxtrup (hin)
Viele Voxtruper werden aufatmen: Es wird kein Gewerbegebiet zwischen Autobahn und Meller Straße ausgewiesen

Der Vorstand des städtischen CDU-Verbandes habe sich einstimmig für ein Ende der Planungen ausgesprochen, teilte Kreisvorsitzender Burkhard Jasper gestern mit. Der Beschluss des Kreisvorstandes geht als Empfehlung an die Ratsfraktion.

Damit endet ein jahrelanger Streit, der viele Voxtruper aufgeregt und die politischen Verhältnisse in dem einst CDU-dominierten Stadtteil verändert hat. Die Christdemokraten hätten sich in einem " intensiven Abwägungsprozess entschieden, die Nachteile stärker zu gewichten", so Jasper weiter. Die Nachteile wären: der tiefe Eingriff in das Wasser-Gewinnungsgebiet und die hohen Kosten für die Erschließung. Die 17 Hektar große Fläche zwischen Autobahn und Meller Straße wäre nur eingeschränkt für Gewerbe nutzbar gewesen (siehe " Zur Sache").

Die Diskussion um das Gewerbegebiet ist dreißig Jahre alt. 1974 wurde das Gewerbegebiet schon einmal aus dem Flächennutzungsplan genommen, weil es Teil des Einzugsbereichs des Wasserwerkes Düstrup ist. Später wuchs jenseits der Autobahn in Bissendorf ein großes Gewerbegebiet heran. CDU und FDP veranlassten nach ihrem Wahlsieg 2001, den Flächennutzungsplan zu überarbeiten und brachten die Voxtruper Fläche wieder ins Spiel.

Aber wirklich gewollt hat den Gewerbepark offenbar keiner: der Ortsrat nicht, die rotgrüne Opposition nicht, die Bauverwaltung nicht, die Voxtruper nicht, und auch die CDU war skeptisch, wie Franz-Josef Schwack sagte.

Schwack ist CDU-Vertreter in Stadtrat und Ortsrat und war zusammen mit der Voxtruper Fraktionskollegin Hedwig Hehemann in der Diskussion heftig angegriffen worden. Beide hatten mit ihrer Stadtratsfraktion im Dezember für eine Fortsetzung der Planungen gestimmt, " damit alle Daten auf den Tisch kommen", so Schwack. Er sei froh über die Entscheidung gegen das Gewerbegebiet.

" Das ist ja super": Mit diesen Worten kommentierte Wulf-Siegmar Mierke (UWG) den Entschluss der CDU. Er freue sich, dass sich die Mehrheitsgruppe " den Sachargumenten geöffnet" habe. Die Wählergemeinschaft war als Protestbewegung gegen das Gewerbegebiet groß geworden. Sie paktiert im Ortsrat mit der SPD und sorgte dafür, dass mit Ulf Jürgens erstmals ein SPD-Mitglied Ortsbürgermeister wurde.

Stadtbaurat Jörg Ellinghaus sprach gestern von einer " sehr weisen Entscheidung". Im Dezember hatte die Verwaltung dem Rat das Ende der Planungen nahe gelegt.

Zur Sache: Risikostudie

Keine Versickerung

Grundsätzlich wäre ein Gewerbegebiet an der Meller Straße möglich. Zu diesem Schluss kommt die Risikostudie vom Juli 2003. Allerdings sei das Gebiet nur eingeschränkt nutzbar, so die Gutachter, um das Grundwasser zu schützen. Der empfindlichere Teil des Gebietes sei allenfalls für Büros und Dienstleistungen zulässig, die zweite Fläche für Handwerk und Produktion. Ausgeschlossen wurden Betriebe, die mit gefährlichen Stoffen arbeiten oder eigene Tankstellen benötigen. Damit keine Schadstoffe ins Erdreich gespült werden, müsse das gesamte Regenwasser aufgefangen und abgeleitet werden. Die Gutachter empfahlen weitere Untersuchungen, die 40000 Euro kosten würden. Darauf wird jetzt verzichtet.

DIE FREIE SICHT BLEIBT: Die Fläche zwischen Meller Straße und Autobahn 30 am Ortsrat von Voxtrup wird kein Gewerbegebiet. Die Nachteile überwiegen nach Meinung des CDU-Kreisvorstandes. Foto: Michael Hehmann
Autor:
hin


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