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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Drei-Meter-Turm wich einem Basketballkorb
Zwischenüberschrift:
Gegen die Schließung wurde protestiert - heute freut sich die TSG über die zusätzliche Turnhalle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Was ist eiqentlich aus dem Hallenbad Gretesch geworden?

Drei-Meter-Turm wich einem Basketballkorb

Gegen die Schließung wurde protestiert - heute freut sich die TSC über die zusätzliche Turnhalle

Gretesch (cwi) Das Gretescher Hallenbad wurde 1999 ein Opfer der ersten Sparbeschlüsse. Doch auch nach der Schließung ist fast jeden Tag Bewegung in der ehelamligen Schwimmhalle. Seit fast vier Jahren wird dort nicht mehr gebadet, sondern geturnt.

Gretesch war vor der Eingemeindung von 1972 eine wohlhabende Gemeinde. Die Gewerbesteuer, die von der Papierfabrik Schnoeller gezahlt wurde, floss in ehrgeizige Sportprojekte. So kam das kleine Gretesch vor 39 Jahren zu seinem kleinen, aber feinen Hallenbad mit drei 25-Meter-Bahnen.

Im Frühjahr 1999 war es damit endgültig vorbei. " Schweren Herzens", aber einstimmig entschieden sich die Osnabrücker Ratsmitglieder für die Schließung der kleinen Schwimmhalle. Vorausgegangen waren jahrelange Proteste und Unterschriftenaktionen für die Erhaltung. Es hat alles nichts genützt, " die Kosten waren einfach zu hoch", berichtet die Geschäftsführerin der TSG Burg Gretesch, Jutta Stockmann. Allein die Energiekosten beliefen sich auf jährlich 90 000 Mark.

Proteste sind heute heute kaum noch zu hören. Im Gegenteil: Wirbelsäulengymnastik, Step-Aerobic, Funktions- und Gefäßstraining - die Liste der Aktivitäten ist lang.

Und die Besucher sind zufrieden, nicht zuletzt wegen des gut ausgestatteten Fitnessraums im früheren Umkleidebereich des Schwimmbades. Dort, wo früher ein Drei-Meter-Turm zu Kopfsprüngen einlud, hängt jetzt ein Basketballkorb. Das Becken selbst ist zwar noch erhalten, doch ein moderner Sportbelag deckt es ab. Im ehemaligen Filterraum lagern heute die Kleider der TSG-Ballett-Abteilung. Neben der hinzugewonnenen Sportfläche ergibt sich für den 3 000 Athleten zählenden Verein ein ganz anderer Vorteil: " Durch die neue Sporthalle haben wir 300 Mitglieder werben können. Die Tischtennis-Abteilung hat gar zwei neue Jugendmannschaften gegründet", sagt Jutta Stockmann nicht ohne Stolz.

Anfangs seien noch einige Beschwerdebriefe ins Haus geflattert, berichtet Jörg Schirmbeck, Fachdienstleiter Sport bei der Stadtverwaltung. Mittlerweile bewähre sich die langfristige Planung des zehn Jahre alten Bäderkonzepts. Mit dem Schinkelbad, dem Moskau-Bad und dem Nettebad komme Osnabrück aus. Und Schirmbeck fügt hinzu: " Bäder sind für eine Kommune ohnehin Luxus."

DAS GRETESCHER HALLENBAD HEUTE: Ein moderner Sportbelag lädt zur Problemzonen-Gymnastik ein. Fotos: Elvira Parton

ALS TURNHALLE EIN SEGEN: Jörg Schirmbeck und Jutta Stockmann sind froh über die neue Nutzung für das alte Hallenbad in Gretesch.

ES WAR EINMAL eine wohlhabende Gemeinde, und die leistete sich ein kleines, aber feines Hallenbad. Foto: Archiv
Autor:
cwi


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