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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Dieser Stadtteil ist alles andere als eine "tote Heide"
Zwischenüberschrift:
Stadtnahes Wohnen im Grünen - Mehr Familien als im städtischen Durchschnitt - Lebensqualität zu günstigen Preisen
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Aus der Nähe betrachtet: Die Dodesheide

Dieser Stadtteil ist alles andere als eine " tote Heide"

Stadtnahes Wohnen im Grünen - Mehr Familien als im städtischen Durchschnitt - Lebensqualität zu günstigen Preisen

Von Dietmar Kroger

Dodesheide

Sollte der Name Dodesheide tatsächlich abgeleitet sein von " tote Heide", so trifft diese Bezeichnung aus vergangenen Jahrhunderten heute sicher nicht mehr zu. Denn der Osnabrücker Stadtteil zwischen Schinkel und Haste strotzt nur so vor pulsierendem Leben, ist wunderschön gelegen und bietet hohe Wohnqualität zu günstigen Preisen.

Sicher: Wer große Industrieanlagen sucht oder das pulsierende Nachtleben, ist in der Dodesheide fehl am Platze. Wer aber ein Umfeld mit hohem Freizeit- und Erholungswert vorzieht, hat hier die besten Chancen, auf seine Kosten zu kommen. Umgeben von einem grünen Gürtel, der über die Gartlage, Bürgerpark und Landwehr eine Umrundung des Stadtteils möglich macht, ohne dass der grüne Finger verlassen werden muss, hat sich die Dodesheide in den letzten Jahrzehnten zu einem beliebten Ortsteil entwickelt.

In den 60er Jahren ist der Stadtteil durch das Bundesdemonstrativbauvorhaben Dodeshaus bekannt geworden. Mit dieser Konzeptplanung wurde ein weitgehend verkehrsfreies Wohngebiet mit einer ein- und mehrgeschossigen Bebauung mit unterschiedlichen Haustypen realisiert. Nördlich davon liegt das Baugebiet Hof Hanesch, das in den 80er Jahren mit freistehenden Einfamilienhäusern und Reihenhäusern erschlossen wurde. Die weitere bauliche Entwicklung in diesem Stadtteil ist durch

Großes kirchliches Engagement

wichtige Grünzüge eingeschränkt. Allerdings sieht die Neufassung des Flächennutzungsplanes die Möglichkeit weiterer Wohnbebauung in den Eiswiesen in der Nähe des Waldfriedhofs vor.

Nach derzeitigem Stand leben in der Dodesheide 7 563 Menschen. 26 Prozent davon sind im Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Der Anteil der Familien liegt mit 22, 3 Prozent deutlich über dem gesamtstädtischen Wert von 16, 9 Prozent. Viele von ihnen sind kirchlich engagiert unter anderem in der St.-Franziskus Gemeinde. Die Kirche wurde Anfang der 60er Jahre erbaut. Nicht ohne Schwierigkeiten: Der Kölner Stararchitekt Professor Rudolf Schwarz, der das Gotteshaus entworfen hatte, verstarb noch vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten. Seine Witwe begleitete den Entwurf weiter, der vom Osnabrücker Architekten Heinrich Feldwisch-Drentrup umgesetzt wurde, fast zwei Jahre zogen sich die Bauarbeiten hin. Auf Grund ihrer besonderen Architektur steht die Kirche schon heute unter Denkmalschutz.

Die Dodesheide bietet mit dem demnächst komplett neu gestalteten Nettebad, dem Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße, der Eissporthalle und dem Nettetal in unmittelbarer Nähe einen hohen Freizeitwert. Eine ausgeprägte Infrastruktur mit allen Schulformen und zentral gelegenen Einkaufsmöglichkeiten steigert die Attraktivität des Stadtteils für Familien zusätzlich. Und auch der Weg ins Stadtzentrum ist kurz und per Bus im Zehn-Minuten-Takt zu bewältigen.

So ist also die " tote Heide" Geschichte. In vergangenen Jahrhunderten präsentierte sich der Landstrich karg und unwirtlich. Die Böden waren unfruchtbar, und wer die Gegend durchqueren wollte, lief Gefahr, im Morast zu versinken. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts ließen sich hier die ersten Bewohner nieder und machten aus dem unwirtlichen und sumpfigen Landstrich einen lebendigen Stadtteil.

Stadtteil-lnfo

Nachgemessen

7 519 Kinder und Erwachsene leben in der Dodesheide. Der Stadtteil erstreckt sich auf einer Fläche von 446 Hektar. Die höchste Erhebung in der Dodesheide ist der Bereich des Limberges südlich der Vehrter Landstraße mit einer Höhe von 117 Metern über dem Meeresspiegel. Die geringste Höhe im Stadtteil hat der Land wehrgraben mit 65 Metern im Bereich des Gemeinschaftszentrums an der Lerchenstraße.

Was ist das Besondere an der Dodesheide?

Von Grün umgebt

Uvve Görtemöller ist ein Dodesheider Urgestein. Der SPD-Ratsherr und Vorsitzende des SSC Dodesheide ist in dem Stadtteil aufgewachsen und kennt ihn so gut wie seine eigene Westentasche. " Man könnte nicht besser wohnen", ist sich Gortemöller denn auch sicher. In der " ausgezeichneten" Infrastruktur sieht er den größten Vorteil des Stadtteils vor allem für Familien. " Vom Kindergarten bis zum Abitur haben wir hier das komplette Angebot." Nicht zu vergessen der Sportverein, der mit seinen etwa 2 500 Mitgliedern zu den Großen in Osnabrück gehört. Vor allem der Freizeitwert mache die Dodesheide für ihn zu einem besonderen Stadtteil, verriet Götemöller. Er verweist auf Nettebad und Eishalle sowie als Hundebesitzer auf die zahllosen und aus allen Ecken des Stadtteils zügig zu erreichenden Grünbereiche, die vom kurzen Abendspaziergang bis zur ausgedehnten Wanderung einladen

GEFORMT AUS KUBEN: Die Anfang der 60er gebaute St.-Franziskus-Kirche mit ihrem 23 Meter hohen Kirchturm steht unter Denkmalschutz. Foto: Gert Westdörp

EINE SIEDLUNG ohne Straßenverkehr: " Die Höfe" nennen die Dodesheider das Baugebiet Dodeshaus, dass in den 60er Jahren entstand. Foto: Archiv

UWE GÖRTEMÖLLER Foto: privat
Autor:
Dietmar Kröger


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