User Online: 1 | Timeout: 18:04Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Planer kommen an der Werbung nicht vorbei
 
IKEA: Wegweiser gegen das Chaos
Zwischenüberschrift:
Ikea will 46 Meter hohen Mast bauen
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Planer kommen an der Werbung nicht vorbei

Ikea will 46 Meter hohen Mast bauen

Von Rainer Lahmann-Lammert

Er ist 46 Meter hoch, und seine Botschaft ist eindeutig: Hier geht' s zu Ikea. Das schwedische Möbelhaus will den Stahlturm, der alles überragt, an der Autobahnabfahrt Hasbergen-Gaste aufstellen. Von der Stadt, die sonst eher rigide gegen Werbung imöffentlichen Raum vorgeht, gibt es keinen Widerstand, im Gegenteil: Der Riesenpylon soll verhindern, dass in Hellern das Verkehrschaos ausbricht.

So ein Turm sei ja im Grunde geeignet, die Landschaft zu verunstalten, befand Stadtbaurat Jörg Ellinghaus vor dem Stadtentwicklungsausschuss. In diesem Fall gehe es aber um Verkehrslenkung, und da zähle nur eins: Der Turm müsse an der richtigen Stelle stehen, damit er seinen Zweck erfülle.

Ikea hat für den Werbemast einen Standort nördlich der Rheiner Landstraße ins Auge gefasst. Manche Planer fürchten aber, dass Autofahrer, die aus Melle oder Ostwestfalen kommen, die überdimensionale Litfaßsäule nicht rechtzeitig erblicken und die Autobahn A 30 schon in Hellern verlassen könnten. Das wäre der Albtraum für Verkehrsplaner Hans-Jürgen Apel. Für ihn ist die Belastung der Straßen schon kurz vor dem Limit. Jeder Ikea-Kunde, der nicht zielstrebig das Möbelhaus ansteuert, gilt als potenzieller Störfaktor für den inneren Frieden in Hellern. Deshalb setzt auch Apel auf die Fernwirkung des Werbeturms. Die soll nun mit einem Ballonversuch getestet werden, bevor der stählerne Riese aufgestellt wird.

Auf den Turm allein wollen sich die Strategen aber nicht verlassen. Im Stadtentwicklungsausschuss wurde die Hoffnung geäußert, dass Hinweisschilder an der Autobahn angebracht werden dafür ist allerdings nicht die Stadt zuständig, sondern eine Bundesbehörde. Immerhin soll es auch in Bremen Ikea-Wegweiser an der Autobahn geben.

Ikea ist aber nur eines von mehreren Unternehmen, die in Osnabrück Werbetürme entlang der Autobahn platzieren wollen. So plant Bahr einen 30 Meter hohen Mast an der Blankenburg, falls sich die Stadt auf diesen Standort für einen neuen Baumarkt einlässt. Die Fastfood-Kette McDonald' s hat bereits einen 20 Meter hohen Mast im Fledder aufgestellt.

An der Hannoverschen Straße will der Baumarktriese Hornbach neben verschiedenen Werbeanlagen einen 23 Meter hohen Mast mit dem Firmenlogo aufstellen. Ein entsprechender Bauantrag wurde bei der Stadt eingereicht. Aber die hält " die Summe der beabsichtigten Werbeanlagen für überzogen". Verhandlungen scheiterten, Hornbach pocht auf sein Recht. Und der Bebauungsplan sieht keine Beschränkung vor.

HOCH, HÖHER, AM HÖCHSTEN: Hornbach will einen 23 Meter hohen Werbemast aufstellen, Bahr peilt 30 Meter an und Ikea sogar 46. Zum Vergleich die Marienkirche.

Ikea: Wegweiser gegen das Chaos

Mit einem optimierten Verkehrsfluss will der Fachbereich Städtebau verhindern, dass Hellern im Verkehrschaos untergeht. Im Stadtentwicklungsausschuss kündigte Verkehrsplaner Hans-Jürgen Apel an, dass die Hauptverkehrsstraßen leistungsfähiger umgestaltet werden sollen. Zugleich müsse Ikea direkt ans Bussystem angeschlossen werden. Auf keinen Fall dürfe es zur Ansiedlung weiterer verkehrsintensiver Betriebe im Umfeld des schwedischen Möbelhauses kommen. Das A und O sei aber die optimale Wegweisung. Es müsse verhindert werden, dass Ikea-Kunden die falsche Autobahnabfahrt benutzten, um dann auf Nebenstraßen ihr Ziel anzusteuern. Apel kündigte " konstante kritische Beobachtungen des Verkehrsgeschehens" an, um Problemen entgegenzutreten. Dazu gehören Zählungen, Geschwindigkeitsmessungen und Stauuntersuchungen. (rll)
Autor:
rll


Anfang der Liste Ende der Liste