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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Der Neumarkt liegt am Haseufer
Zwischenüberschrift:
FH-Studenten blicken über den Tellerrand: Kühne Ideen für einen neuen Platz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Neumarkt liegt am Haseufer

FH-Studenten blicken über den Tellerrand: Kühne Ideen für einen neuen Platz

Warum soll nicht mal ein Fluss das Bild der Stadt bestimmen? Freies Geleit für die Hase. Der Neumarkt als Wasserfläche. Boote statt Autos. Wellen umspülen die Landgerichtstreppe. Diese Vision von zwei Studenten ist aus einem Projekt der Fachhochschule zur Umgestaltung des Neumarkts hervorgegangen. Die neun Arbeitsgruppen aus dem siebten Semester stellten jetzt auf professionelle Weise ihre Ergebnisse vor.

Die Diskussion um den Neumarkt kam für Prof. Edgar van Schayck und Prof. Dirk Manzke von der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur wie gerufen. Sie wollten bewusst ein heißes Eisen der Stadtplanung anfassen. Und die 24 angehenden Landschaftsarchitekten aus dem siebten Semester hatten keine Angst, sich mit kühnen Entwürfen die Finger zu verbrennen. Das gefiel sogar den Politikern Wolfgang Klimm (CDU), Ulrich Hus (SPD) und Stadtbaurat Jörg Ellinghaus. Sie bekundeten, es tue gut, den Blick über den Tellerrand schweifen zu lassen.

Der nahe gelegenen Hase hat nicht nur die AG " Brücken und Stege" ihre Aufmerksamkeit gewidmet. Der Entwurf " Neue Räume - Andere Plätze" schafft eine Sichtschneise vom Landgericht bis zum Ufer. Dort soll eine großzügige Promenade mit einer breiten Treppe entstehen. Aber nicht nur Freiräume, auch wuchtige Hochhäuser werden als Elemente zur Platzgestaltung genutzt. Die AG " Neu Markt" will die Wittekindstraße durch ein überdimensionales Portal leiten, das von zwei Wolkenkratzern am westlichen Haseufer gebildet wird.

Konsequent erscheint die Idee der Dreimann-AG " Neue alte Mitte": Sie setzt einen wuchtigen Baukörper mitten auf den Neumarkt und greift damit das Stadtbild vor dem Zweiten Weltkrieg auf. So gliedert sich der Platz in einen westlichen Teil als Busbahnhof und einen östlichen, der als Treffpunkt dient, zum Beispiel mit einer Großleinwand für Fußball-Live-Übertragungen. Mit einem mehrgeschossigen Raumteiler mitten auf der Neumarkt-Kreuzung setzt die Gruppe " Etagerie" Akzente.

Einen Treff mit Straßencafès und mobilen Verkaufsständen will die AG " Markt macht mobil" auf dem heutigen Busbahnhof einrichten - allerdings drei Meter tiefer als die danebenliegende Straße. Auch hier eine breite Treppe, die sich zum Grünen Brinköffnet.

Ganz anders die Vision " Neumarktarkaden". Dort soll der Busbahnhof bleiben, wo er ist. Auf der Fläche zwischen Landgericht und Sportarena soll ein Platz mit Cafès und Sitzgelegenheiten entstehen.

Programm ist der Arbeitstitel " Genuss-Kultur-Bewegung" mit einem 30 Meter hohen Turm an der Hase und einem freien Platz vor dem Landgericht. Originell aber auch die Idee der AG " Über den Dächern": Brücken zwischen verschiedenen Gebäuden erlauben es, " von Location zu Location über die Dächer" zu ziehen, wie es eine Studentin ausdrückte.

Die Pläne und Modelle des Neumarkt-Projekts sind bis zum 26. November im Foyer der Fachhochschule Haste, Am Krümpel, zu sehen. (rll)

TREFFPUNKT MIT CAFÈS UND MARKTSTÄNDEN: Eine abgesenkte Terrasse macht den Entwurf " Markt Macht Mobil" aus.

FREIE SICHT ZUR HASE: Massive Bauten kennzeichnen die Idee " Neue Räume - Andere Plätze".

VENEZIANISCHES FLAIR vor dem Landgericht: Der Entwurf " Brücken und Stege" setzt den Neumarkt unter Wasser. Im Westen bleibt ein großes Ovaldach für den Busbahnhof.
Autor:
rll


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