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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Schwarzfahrer sind um keine Ausrede verlegen
Zwischenüberschrift:
Kontrolleure fassen täglich Übeltäter
Artikel:
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Originaltext:
Schwarzfahrer sind um keine Ausrede verlegen

Kontrolleure fassen täglich Übeltäter

Von Daniel Hopkins

" Die Fahrscheine bitte!" - freundlich aber bestimmt fordern die Kontrolleure die Fahrgäste der Osnabrücker Verkehrsbetriebe auf, ihr Ticket zu zücken. Die meisten greifen sofort in die Tasche und holen es hervor. Wenigen steht in solchen Situationen der Schweiß auf der Stirn: den Schwarzfahrern.

Der 20-jährige Schüler Christian war Schwarzfahrer. Bis vergangenen Dienstag. An diesem Tag wurde er von Stadtwerke-Mitarbeiter Dirk Petschkuhn bei der illegalen Nutzung eines Stadtbusses erwischt. Wie der Zufall es will, treffen ihn Petschkuhn und seine beiden Kollegen Guido Jakob und Harald Zobel am nächsten Tag in der Linie 41 wieder an. Diesmal hat der junge Mann einen gültigen Fahrschein. Das Erlebnis vom Vortag habe ihn geläutert: " Ich musste 40 Euro Strafe zahlen, viel Geld für einen Schüler. Ich habe daraus gelernt und löse ab jetzt immer einen Fahrschein", beteuert er. Die drei Kontrolleure haben aber in Osnabrück, im Verhältnis zu anderen Städten, wenig zu tun. Von 40 000 kontrollierten Fahrgästen im vergangenen Jahr waren nur 1, 8 Prozent ohne gültigen Fahrausweis unterwegs. " Der Bundesdurchschnitt liegt nicht unter drei Prozent", so Ulf Middelberg von den Stadtwerken Osnabrück. " Das liegt wahrscheinlich an den attraktiven Fahrpreisen. Außerdem besitzt ein Großteil der Fahrgäste ein Semesterticket von der Uni oder ein Umwelt-Abo", erklärt er weiter.

Dennoch, die wenigen die es darauf anlegen, kostenlos und illegal die Busse in Anspruch zu nehmen, und schließlich erwischt werden, sind um keine Ausrede verlegen. Ein Fahrgast zeigte einen Einzelfahrschein vor, der vor über vier Stunden gelöst wurde. Der Mann stellt sich dumm: " Ich wusste nicht, dass ich das Ticket nur einmal nutzen durfte". Nun, netter Versuch, aber da kennen Petschkuhn und Co. kein Pardon. Es folgt die Personalienfeststellung und der Hinweis, dass 40 Euro Strafe fällig werdender Preis für Schwarzfahrer. Gleich in der nächsten Linie schleicht sich ein junger Mann durch die offene Hintertür des Busses in den Fahrgastraum. Guido hat den Braten schon gerochen: " Das ist einer". Und tatsächlich, der Mann ist ohne Fahrschein. Wieder ein 40-Euro-Fall. Manchmal, gesteht Zobel, müsse man aber auch mal ein Auge zudrücken, das sei aber sehr, sehr, selten.

DEN AUSWEIS IMMER DABEI: Busfahrer Guido Jakob (rechts) geht auch auf " Jagd" nach Schwarzfahrern. Foto: Hehmann
Autor:
Daniel Hopkins


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