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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Grüne Welle nicht für alle Ströme
Zwischenüberschrift:
Über die Optimierung des Verkehrs spircht heute ein Experte im Rathaus
Artikel:
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Originaltext:
Drei Fragen an Prof. Dr. Bernhard Friedrich

Grüne Welle nicht für alle Ströme

Über die Optimierung des Verkehrs spricht heute ein Experte im Rathaus

Alle reden von der grünen Welle, aber je mehr Anstrengungen die Stadt unternimmt, desto weiter scheint sich das Ziel zu entfernen. Heute spricht Prof. Dr. Bernhard Friedrich vom Institut für Verkehrswirtschaft, Straßenwesen und Städtebau der Universität Hannover um 19 Uhr auf Einladung der Osnabrücker FDP im Rathaus. Sein Thema lautet: " Neue Wege zur Verkehrssteuerung".

Frage: Grüne Welle für alle - ist das nicht ein Widerspruch in sich?

Antwort: Es ist insofern ein Widerspruch, als das Problem nicht optimal lösbar ist und zwar in mehrfacher Hinsicht: Zum einen ergeben sich durch eine grüne Welle auf einem Streckenabschnitt Zwangsbedingungen für weitere grüne Wellen im Straßennetz. Sobald in Netzmaschen mehrfache Zwangsbedingungen berücksichtigt werden müssen, lassen sich grüne Wellen für alle Ströme nicht mehr realisieren. Darüber hinaus können wir selbst unter diesen Randbedingungen keine im mathematischen Sinne optimale Lösung erreichen, da das Problem sich einer exakten Optimierung entzieht. Aber: Man kann natürlich durch gute Planung und intelligente Steuerungsverfahren eine meistens bessere Lösung erzielen als die bestehende. Wesentlich in diesem Zusammenhang ist ein kontinuierliches Qualitätsmanagement in Verbindung mit transparenten Steuerungsverfahren.

Frage: In Osnabrück wird schon seit Jahren an einer Optimierung gearbeitet, jetzt sagen die Fachleute, eine grüne Welle auf dem inneren Ring funktioniere nur in einer Richtung. Was sagen Sie?

Antwort: Das kann ich in diesem Fall nicht beurteilen, weil ich die Gegebenheiten nicht kenne. Aber ich kann mir vorstellen, dass es richtig ist, was die Fachleute sagen, weil die grünen Wellen von den geometrischen Randbedingungen abhängig sind.

Was man immer herstellen kann, ist eine grüne Welle in einer Richtung eines Streckenzuges. In einer Richtung kann ich optimieren. In zwei Richtungen müssen die Abstände zwischen den einzelnen Kreuzungen einer gewissen Regelmäßigkeit unterliegen. Dann lassen sich auch beide Richtungen optimieren.

Frage: Grüne Welle für Autos - heißt das, Busse, Radfahrer und Fußgänger müssen länger warten?

Antwort: Wir haben hier an der Uni vor kurzem ein bundesweites Forschungsprojekt durchgeführt. Dabei ging es um das Verhältnis zwischen der Bevorrechtigung der öffentlichen Verkehrsmittel auf der einen Seite und den Wartezeiten von Fußgängern auf der anderen. Das Thema ist zwar nicht das gleiche, aber ähnlich. Bei dem Projekt hat sich gezeigt, dass es in den verschiedenen Städten sehr große Qualitätsunterschiede bei den Steuerungen gibt. Man kann also eine sehr gute Bevorrechtigung bei geringen Wartezeiten für Fußgänger, Straßenbahnen oder Busse erreichen, wenn die Steuerungen intelligent aufgebaut sind. In gleicher Weise sind bei einer gut aufgebauten grünen Welle keine signifikanten Qualitätseinbußen für Fußgänger und öffentliche Verkehrsmittel zu erwarten. (rll)

SEZIALIST für die grüne Welle: Prof. Dr. Bernhard Friedrich von der Universität Hannover spricht heute im Rathaus.
Autor:
rll


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