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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Platz für 300 Eigenheime in der zweiten Reihe
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Nachverdichtung in Widukindland: Stadt will Bauwünsche in der 70 Jahren alten Siedlung ausloten
Artikel:
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Originaltext:
Platz für 300 Eigenheime in der zweiten Reihe

Nachverdichtung in Widukindland: Stadt will Bauwünsche in der 70 Jahre alten Siedlung ausloten

Im Stadtteil Widukindland ist noch Platz für 300 zusätzliche Häuser, wenn flächendeckend in der zweiten Reihe gebaut wird. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die vom Fachbereich Städtebau initiiert wurde. Die Stadt will jetzt den Bedarf für eine solche " Nachverdichtung" ausloten und veranstaltet am 18. März um 20 Uhr einen Informationsabend in der Grundschule Widukindland.

Dass die Gärten hinter den Häusern von Widukindland so großzügig bemessen sind, erklärt sich aus der Siedlungsgeschichte. In den 30er Jahren, als der Stadtteil am Schinkelberg entstand, wurde die Eigenversorgung propagiert. Mit Obst und Gemüse vom eigenen Grundstück sollte den Versorgungsengpässen entgegengewirkt werden. Kleinvieh war ebenso willkommen, damit es auch in schlechten Zeiten gelegentlich eine Fleischeinlage gab.

Inzwischen haben sich die Bedürfnisse grundlegend gewandelt, von manchen Bewohnern des Stadtteils werden die großen Gärten sogar als Ballast empfunden. Immer wieder klopfen Grundstückseigentümer bei der Stadt an, weil sie eine Hinterliegerbebauung auf den Weg bringen möchten. Aber der Fachbereich Städtebau will das Problem nicht parzellenweise, sondern im Zusammenhang lösen. Geplant ist eine Bebauungsplanänderung in drei Abschnitten. Eine Fragebogenaktion soll Auskunft darüber geben, wo das Interesse am Häuschen in der zweiten Reihe besonders groß ist.

Fachbereichsleiter Franz Schürings erwartet nicht, dass der Bau von 300 Eigenheimen im Herzen der 70 Jahre alten Siedlung reibungslos über die Bühne geht. In vielen Fällen müssten Garagen oder Schuppen abgerissen werden, manchmal bleibe auch nur wenig Raum, um den Traum von den eigenen vier Wänden auf der verbleibenden Fläche zu verwirklichen.

Ein schwieriges Kapitel ist für Schürings die Frage der Grundstückszufahrten. Die Stadt will keine zentralen Erschließungsstraßen bauen, so dass die Baugrundstücke über Stichstraßen erschlossen werden müssen. Schürings hofft, dass sich die Eigentümer verständigen und gemeinsame Zufahrten bauen, damit sich die Bodenversiegelung in Grenzen hält.

Für die Stadt ist es ein zeitaufwendiges Unterfangen, die Vielzahl von Einzelinteressen unter einen Hut zu bringen. Und die Erfahrungen aus anderen Stadtteilen zeigen, dass erst nach und nach ausgeschöpft wird, was der neue Bebauungsplan bietet. Dennoch hält Stadtbaurat Jörg Ellinghaus das aufwändige Verfahren für " siedlungsökonomisch sinnvoll". Die Stadt könne bei den. Bauflächen nicht mehr aus dem Vollen schöpfen, und hier biete sich Gelegenheit, vorhandene Strukturen wie Kindergärten, Schulen oder Geschäfte zu nutzen und gegebenenfalls sogar besser auszulasten. (rll)

IM HERZEN von Widukindldnd ist noch Platz: Die Stadt will das Bauen in der zweiten Reihe ermöglichen, hier der Bereich zwischen

Gevaweg (links) und Friesenweg Foto: Archiv
Autor:
rll


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