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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das Abfalltelefon klingelt pausenlos
 
Aufwand lohnt sich
Zwischenüberschrift:
Identmarken für die Mülltonnen: Täglich bis zu 800 Anfragen bei den Beratern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Anfragen bei den Beratern

Die Drähte glühen bei den Bürgerberatern des Abfallwirtschaftsbetriebes unvermindert. Die so genannten Identmarken für die Mülltonnen werfen bei den Bürgern viele Fragen auf. Derzeit beantworten vier Mitarbeiter rund 800 Anfragen pro Tag, manchmal ist deshalb telefonisch kein Durchkommen mehr. Die meisten Anrufer wollen kleinere Tonnen.

" Wir haben unsere Beratungskapazität um 100 Prozent aufgestockt", sagte gestern Willi Niggemann, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes. Zwei Mitarbeiter wurden eigens wegen der Einführung der Identmarken befristet eingestellt und verstärken die zwei ständigen Berater. Bei 35 000 Hauseigentümern, die per Post über die Erkennungsmarken für die Tonnen informiert und auch mit den Marken beliefert wurden, hatte die Abfallwirtschaft der Stadt mit einem Schwall von Nachfragen gerechnet. Niggemann warb zugleich um Verständnis dafür, dass man manchmal keine Verbindung bekommt. Die meisten Anrufer fragen nach, was sie tun müssen, um eine andere Tonne zu bekommen. Vermutlich habe die Post vom Abfallwirtschaflsbetrieb bei vielen Bürgern einen Aha-Effekt ausgelöst und die Frage provoziert " Brauche ich überhaupt eine so große Mülltonne?" Der Tonnentausch ist jederzeit möglich, sofern der gewünschte Rauminhalt der Tonne zur Haushaltsgröße passt. Näheres regelt hierbei die Abfallsatzung der Stadt. Die kleinere Tonne wird dann gleich mit der passenden Identmarke ausgeliefert.

Die zweitgrößte Anrufergruppe hat Probleme damit, die Größe ihrer Tonne festzustellen. Niggemann hat Verständnis dafür: " Bei der 80-Liter-Tonne haben wir sechs verschiedene Modelle." Im Zweifelsfall kommen Mitarbeiter zum Bürger, die die Tonnengröße haargenau bestimmen können.

" Müssen derzeit heftig tauschen"

Es gibt auch Anrufer, oft Vermieter größerer Häuser, die jetzt festgestellt haben, dass sie mehr Mülltonnen haben als Identmarken. Die können jetzt Identmarken nachordern. Damit sind die plötzlich aufgetauchten U-Boot-Tonnen auch offiziell registriert und gehen in die Gebührenabrechnung mit ein.

Einige Anrufer wollen ihre defekten Tonnen tauschen, bevor sie die Marke aufkleben. " Wir müssen im Augenblick heftig tauschen", berichtete Niggemann. Viele Mieter fragen nach Marken, bekommen die Kontrollaufkleber aber nur über ihren Hauswirt. Mancher Müllproduzent hat die Marke versehentlich zerstört oder gar keine bekommen.

" Alles verständliche Probleme", fand Niggemann, und weil man damit gerechnet habe, habe man sich beim Abfallwirtschaftsbetrieb entsprechend vorbereitet. Eventuell werden noch zwei zusätzliche Samstagsschichten angesetzt, um alle Schwierigkeiten auszuräumen. Niggemann: " Das Ganze ist ja eine einmalige Geschichte. Und das Wichtigste ist ja der Zweck der Aktion. Die Gebühren sollen stabil bleiben." (swa)

Aufwand lohnt sich

Von Michael Schwager

Im Idealfall müsste alles klar sein. Der Bürger hat seine Tonnen ordnungsgemäß registriert, bekommt die Aufkleber und pappt sie genau nach der Gebrauchsanweisung auf seine Mülleimer. Dass das nicht so ist, zeigt auf jeden Fall eines: Der Aufwand, der mit den Identmarken getrieben wird, ist sinnvoll. Offenbar gibt es einigen Klärungsbedarf. Dass zum Beispiel unregistrierte Mülltonnen ab jetzt mit Gebühren belegt werden, sorgt für mehr Gerechtigkeit. Darüber kann sich der Gebührenzahler freuen und sollte es einmal ertragen, dass er nicht immer gleich auf Anhieb beim Infotelefon durchkommt.

DIE TELEFONHÖRER bekommen (von links) Tobias Schölzel, Oliver Berndt, Kristina Schön und Dagmar Nilius von der Abfallberatung kaum noch von den Ohren. Rund 800 Anfragen zu den Identmarken für Abfallbehälter kommen täglich bei ihnen an.

Foto: Michael Hehmann
Autor:
swa


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