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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Beispiel London: Maut auch für die Osnabrücker Innenstadt?
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Umfrage unter Passanten: Manche haben Sympathien für diese Idee, aber die meisten wollen die Erreichbarkeit nicht in Frage stellen
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Beispiel London: Maut auch für die Osnabrücker Innenstadt?

Umfrage unter Passanten: Manche haben Sympathien für diese Idee, aber die meisten wollen die Erreichbarkeit nicht in Frage stellen

Eine Nachricht erfüllt manche Autofahrer mit Schrecken: Für die Fahrt in die Londoner Innenstadt wird eine Maut von ungefähr acht Euro erhoben. Eine Internet-Umfrage der " Tagesschau" ergab, dass die Londoner Regelung auch in Deutschland viel Sympathie genießt. Und was sagen die Osnabrücker?

Katharina Naegeli schiebt ihr Fahrrad durch die Große Straße. " Im Prinzip ist die Regelung in Ordnung. Es müsste aber für eine ausreichende Busanbindung gesorgt werden", meint die 26-jährige. Sie selbst fährt lieber mit ihrem Drahtesel durch die volle Stadt. " Da bin ich viel schneller", sagt sie.

Das Fahrrad benutzt auch Katharina Schmidt. " Zu bestimmten Zeiten wäre eine Maut nicht schlecht. Im Berufsverkehr ist es in der Stadt schon ziemlich voll", meint die 19-jährige.

Markus Henning ist anderer Meinung. " Die City soll ja belebt werden. Deswegen wäre es schwachsinnig, wenn die Leute eine Gebühr bezahlen müssten", sagt er.

Auch Heiko Jahn sieht keinen Sinn darin, eine Maut für die Osnabrücker Innenstadt zu erheben. " Wenn der Neumarkt nicht zur Fußgängerzone umgebaut wird, brauchen wir das nicht", erklärt der 28-jährige Autofahrer.

Die Londoner Verhältnisse kennt Karsten Springmann von einem Besuch in der englischen Hauptstadt. " Ich kann das gut nachvollziehen, dass die das ändern wollen. Für Osnabrück finde ich das zu hoch gegriffen", meint er.

" Erreichbarkeit ist ein wesentlicher Standortfaktor", meint auch Peter Konermann vom Einzelhandelsverband. Er hält die Verkehrsverhältnisse in Osnabrück für gut. " Ein effizienter Vorschlag wäre allerdings, eine verkehrsabhängige Ampelschaltung einzuführen, damit Staus verhindert werden", fügt er an.

" Die Probleme einer Millionenstadt sind nicht auf Osnabrück übertragbar. Wir haben andere Probleme", erläutert Nils Peters, Sprecher des Arbeitskreises Verkehr der lokalen Agenda 21. Die Umwandlung des Neumarkts in eine Fußgängerzone und die Nutzung der Parkuhren haben für ihn Priorität. " Wir machen uns in Osnabrück zu billig. Die Stadt ist für Besucher nicht attraktiv genug", sagt Peters. Eine Maut hält er nicht für sinnvoll. " Wir sind mit dem öffentlichen Nahverkehr eine attraktive Alternative", sagt Stephan Rolfes, Vorstand der Stadtwerke, die täglich 20 bis 30 Prozent der 60 000 Pendler transportieren. Momentan könnten die Stadtwerke einen solchen Ansturm gar nicht bewältigen. " Wenn alle Leute, die jetzt mit dem Auto fahren, auf den Bus umsteigen, dann müssten wir Busse dazukaufen." (tw)

MARKUS HENNING: Gebühr ist schwachsinnig.

KATHARINA SCHMIDT: Mit dem Fahrrad schneller.

KARSTEN SPRINGMANN: Zu hoch gegriffen.

KATHARINA NAEGELI: City istl voll.

HEIKO JAHN: Es lohnt sich nicht. Fotos: Klaus Lindemann
Autor:
tw


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