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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Hochwasserzone: Baugebiet an der Düte unzulässig
Zwischenüberschrift:
Wie soll sich Atter weiterentwickeln?
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Originaltext:
Hochwasserzone: Baugebiet an der Düte unzulässig

Wie soll sich Atter weiterentwickeln?

Mit einer aktuellen Information konfrontierte Stadtplaner Siegfried Kaemmerer die Mitglieder des Ortsrates in Atter. Die geplante Baufläche an der Birkenallee liegt im Überschwemmungsgebiet der Düte und wird nicht bebaut werden können.

" Die Obere Wasserbehörde bei der Bezirksregierung Weser-Ems hat die Grenzen für Überschwemmungsgebiete neu berechnet", erklärte Kaemmerer. Im so genannten Niederschlags-Abflussmodell für die Düte werde ein ein Mal in hundert Jahren vorkommendes " Regenereignis" zu Grunde gelegt. Die Bereiche entlang der Düte, die bei so einem Großregenereignis überschwemmt werden können, sind größer als nach dem bisherigen Berechnungsmodell. Diese Informationen waren nicht nur für die Ortsratsmitglieder in Atter neu, selbst Siegfried Kaemmerer hatte die Informationen erst einen Tag zuvor per Fax erhalten. " Die Grenzen liegen daher noch keinem politischen Gremium in der Stadt vor", erklärte Kaemmerer.

In Atter waren sie allerdings jetzt für die Beratungen zu den Änderungen des Flächennutzungsplanes von wesentlicher Bedeutung, Eine dort ausgewiesene gemischte Baufläche östlich Birkenallee / Preußenweg liegt innerhalb des potenziellen Düte-Überschwemmungsbereiches. " Die Obere Wasserbehörde wird einer dortigen Bebauung wohl nicht zustimmen", meinte Stadtplaner Kaemmerer. Peter Thiels (UWG) Hinweis, der Stadtteil Atter benötige das Gebiet, um den Bedarf an Infrastruktureinrichtungen decken zu können, beeindruckte Kaemmerer nicht. Auch eine Wohnbaufläche, wie sie die SPD-Fraktion an Stelle der Mischbaufläche vorschlägt,

Weiteres Plangebiet nur 300 Meter entfernt

sei dort schon auf Grund der Lärmemissionen durch die Autobahn A 1 nicht möglich.

Nur etwa 300 Meter von diesem Bereich entfernt liegt ein weiteres Plangebiet aus dem Änderungsverfahren zum Flächennutzungsplan.. Unmittelbar neben der Autobahn sind westlich der Birkenallee etwa sieben Hektar für eine gewerbliche Bebauung geplant. Dieser Vorschlag stieß jedoch schon in der Bürgerversammlung vor der Ortsratssitzung auf Ablehnung. Anlieger überreichten Ortsbürgermeisterin Annemarie Fitschen eine Resolution, in der sie sich gegen eine Gewerbebebauung aussprechen.

Da allerdings selbst mit einer Schallschutzwand die Lärmwerte an der Autobahn zu hoch seien, ist dort keine andere Nutzung möglich, erläuterte Kaemmerer. " Entweder Gewerbe, oder man muss es so lassen, wie es jetzt ist", stellte er den Ortsrat Atter vor die Wahl. Der sprach sich nur mit knapper Mehrheit von sieben Ja-Stimmen bei sechs Enthaltungen mehrheitlich gegen den Verwaltungsentwurf aus und plädierte für eine Plandarstellung als landwirtschaftliche Nutzfläche. Doch vor den endgültigen Entscheidungen, welche Bauflächen für welche Nutzungen im Flächennutzungsplan ausgewiesen werden sollen, geht der Planentwurf nach den Beratungen des Stadtentwicklungsausschusses in die frühzeitige Bürgerbeteiligung. Der Ortsrat Atter wird, wie die anderen Stadtteilgremien auch, in Zukunft noch mehrmals über den Änderungsentwurf zu beraten haben. (dm)
Autor:
dm


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