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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Windkraft ja, Richtfunk aber nicht
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Piesberg: Ein neuer Bebauungsplan soll den planerischen Wildwuchs stoppen
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Windkraft ja, Richtfunk aber nicht

Piesberg: Ein neuer Bebauungsplan soll den planerischen Wildwuchs stoppen

Die Stadt will nicht zulassen, dass auf dem Piesberg ein 35 Meter hoher Antennenmast mit Richtfunk-Parabolspiegel errichtet wird. Windgeneratoren sind jedoch ausdrücklich zugelassen. Mit einem Bebauungsplan soll die Entwicklung des Piesbergs in geordnete Bahnen gelenkt werden. Der Entwurf liegt bis zum 3. Januar öffentlich aus. Am 12. Dezember findet um 19.30 Uhr eine Anhörungsversammlung in der Grundschule Pye statt.

In zwei Jahren wird die Mülldeponie schließen, für den Steinabbau zeichnet sich noch kein Ende ab. Langfristig will die Stadt den Piesberg als Naherholungsgebiet sichern und hat deshalb einen Landschaftsplan aufgestellt. Der neue Bebauungsplan Nr. 517 zielt dagegen auf die nächsten zehn Jahre ab.

Auf die für 2013 angepeilte Bundesgartenschau geht der jetzt veröffentlichte Entwurf zwar nicht explizit ein, doch einen Zusammenhang gibt es schon: Es gelte, die Ansätze für eine Buga nicht zu gefährden, sagt Thomas Rolf vom Fachbereich Städtebau. Die Stadt will also verhindern, dass sich störende Elemente in der Piesberg-Landschaft breit machen. Aus diesem Grund wurde vorsorglich eine Veränderungssperre erlassen, bis der Bebauungsplan in Kraft tritt.

Als möglicher Störfaktor gilt die von einem Mobilfunkunternehmen beantragte Richtfunkantenne, ein Parabolspiegel mit drei Meter Durchmesser auf einem 35 Meter hohen Masten. Dagegen schafft der Bebauungsplan die Voraussetzungen für den Bau einer fünften Windkraftanlage südöstlich der Deponie.

Auch für die Verlagerung des Steinbruchs lässt der Entwurf Raum. Und dem Museum Industriekultur wird planerisch eine Erweiterungsfläche zugeordnet - obwohl für ein derartig ehrgeiziges Projekt momentan die finanziellen Voraussetzungen fehlen.

Für eine Übergangszeit sieht der Bebauungsplanentwurf verschiedene Nutzungen auf der rekultivierten Deponiefläche vor. Dazu gehören ein Recyclinghof, eine Grünabfallaufbereitung, eine Bahnschwellen- und eine Asbestabfallzwischenlagerung. Die Pläne liegen bis zum 3. Januar im Fachbereich Städtebau (Dominikanerkloster, Rißmüllerplatz) aus. Dort können auch Bedenken und Anregungen eingebracht werden. (rll)

NEUE ZEITEN FÜR DEN PIESBERG: Die Deponie wird demnächst schließen, ein neuer Bebauungsplan soll planerischen Wildwuchs

verhindern. Foto: Michael Hehmann
Autor:
rll


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