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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Bauvoranfrage für Holiday Inn "in der Schwebe"
Zwischenüberschrift:
Bruchstraße: Hotelprojekt umstritten
Artikel:
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Originaltext:
Bauvoranfrage für Holiday lnn " in der Schwebe"

Bruchstraße: Hotelprojekt umstritten

Die Bauvoranfrage für ein fünfgeschossiges Holiday-Inn-Hotel an der Bruchstraße liegt zurzeit " in der Schwebe". Im Baudezernat wird darauf hingewiesen, dass an dem bahnhofsnahen Standort nur drei Geschosse zulässig sind. Für ein höheres Gebäude müsste der Rat den Bebauungsplan ändern. Dagegen laufen die ansässigen Hoteliers Sturm, die Stellungnahme aus der Bauverwaltung fällt jedoch überwiegend positiv aus.

Die Holiday-Inn-Gruppe will auf dem Dreieck zwischen Konrad-Adenauer-Ring und Bruchstraße ein Hotel mit 120 Zimmern, Restaurant, Bar und kleinen Konferenzräumen errichten (wir berichteten). Dafür sollen die vorhandenen Gebäude abgerissen werden. Aus städtebaulicher Sicht, so vermerkt eine Mitteilungsvorlage für den Stadtentwicklungsausschuss, finde eine Hotelnutzung an diesem Standort Zustimmung. Eine Betonung der Ecke Bruchstraße / Konrad-Adenauer-Ring sei sogar wünschenswert, eine Höhenentwicklung bis zu sechs Geschossen erscheine " vertretbar".

Im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Bahnhofsquartiers, so heißt es weiter, könne " hier ein weiterer Mosaikstein zur Komplettierung des Gesamtareals" verwirklicht werden. Zudem profitiere das Projekt von der geplanten Öffnung der Hase, die an dieser Stelle derzeit noch unter einem Betondeckel verschwindet. Hier müsse die Chance wahrgenommen werden, " auch architektonisch eine anspruchsvolle Lösung am Rande des Gewässers zu erreichen".

Nicht verschwiegen wird die Sorge der ansässigen Hotelbetreiber vor einer ruinösen Konkurrenz. Das Verwaltungspapier zählt auf, welche weiteren Hotelprojekte im Umfeld des Bahnhofs kurz bis mittelfristig entstehen könnten. Zum einen der planungsrechtlich abgesicherte

" Deutlich machen, dass es so nicht geht"

Standort im Hasepark, östlich der Hamburger Straße. Dazu die Überlegung, neben einer Veranstaltungshalle im Ringlokschuppen ein weiteres Hotel auf dem heutigen Güterbahnhof zu errichten.

Energischen Widerstand hat der Bauunternehmer Fritz Scholle als Investor für das Advena Hotel Hohenzollern angekündigt, das von dem Standort keine 150 Meter entfernt liegt. Kommunalpolitiker sorgen sich außerdem, dass die Dorint-Gruppe ihre Entscheidung für das geplante Hotel am Neuen Graben (DGB-Haus) revidieren könnte, falls das Holiday Inn am Bahnhof errichtet wird.

Anders als die ihm unterstellte Bauverwaltung schlägt Stadtbaurat Jörg Ellinghaus inzwischen kritische Töne an. Im Stadtentwicklungsausschuss setzte er sich mit den Skizzen auseinander, die von Holiday Inn eingereicht wurden. Das sei " nicht standortgerecht", meinte der Stadtbaurat und empfahl einen größeren Abstand zur Hase.

Dem Investor müsse deutlich gemacht werden, " dass es so nicht geht".

Nach den Worten von Ellinghaus wird die Bauvoranfrage zurzeit nicht bearbeitet,

weil sie nach dem gültigen Bebauungsplan abgelehnt werden müsste. Es stehe dem Investor aber frei, andere Vorschläge auf den Tisch zu legen. (rll)

EINE RUINÖSE KONKURRENZ befürchten die ansässigen Hoteliers, falls an dieser Stelle zwischen Bruchstraße und Konrad-Adenauer-Ring ein neues Hotel errichtet wird. Foto: Jörn Martens

FÜNF GESCHOSSE, 120 Zimmer und ziemlich umstritten: So soll das Hotel aussehen, das die Holiday-Inn-Gruppe an der Bruchstraße plant. Zuvor müsste aber der Bebauungsplan geändert werden.
Autor:
rll


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