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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Strom von Petrus für die Kirche
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Petrusgemeinde in Lüstringen nahm gestern ihre Photovoltaikanlage in Betrieb
Artikel:
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Originaltext:
Strom von Petrus für die Kirche

Petrusgemeinde in Lüstringen nahm gestern ihre Photovoltaikanlage in Betrieb

Unter dem Motto " Strom von Petrus" wurde gestern die Solaranlage auf dem Dach des Gemeindehauses der Petrus-Kirchengemeinde nach dem Gottesdienst festlich eingeweiht. " Wir sind stolz darauf, als Petrusgemeinde unseren Beitrag zur Erhaltung der Schöpfung beizutragen", sagte Pastor Frieder Marahrens. Die Anlage erzeugt in Zukunft 58 Prozent des Jahresstromverbrauches des Kirchengebäudes.

Die Photovoltaikanlage mit einer Solarmodulfläche von 17, 03 Quadratmeter erzeugt pro Jahr zirka 1 440 Kilowattstunden Strom. Dieser Strom wird in das Netz der Stadtwerke Osnabrück eingespeist. " Bei der jetzigen Einspeisevergütung von 48 Cent pro Kilowattstunde, dieser Preis wird gesetzlich für 20 Jahre garantiert, bedeutet das einen Gewinn von 592 Euro im Jahr", erklärte Thomas Wietzorek, Initiator des Solarprojektes.

Die Investitionskosten der Anlage belaufen sich auf 17 400 Euro. Davon trägt die Bundesumweltstiftung, die dieses Projekt im Rahmen der Förderinitiative " Kirchengemeinden für die Sonnenenergie" unterstützt, 50 Prozent. " Dank dieser Förderung amortisiert sich die Anlage bereits nach zwölf Jahren", betonte Wietzorek. Darüber hinaus können Anteilsscheine im Wert von 50 Euro von der Kirchengemeinde erworben werden. " Mit diesem Geld versuchen wir, die anderen 50 Prozent zu finanzieren und die Kirchenkasse nicht zu sehr zu belasten", sagte Wietzorek. Durch den Gewinn, den die Photovoltaik-Anlage im Jahr durch die Einspeisevergütung der Stadtwerke erwirtschaftet, erhalten die Eigentümer der Anteilsscheine ihr Geld wieder zurück. " Wir machen dann jedes Jahr eine Bestandsaufnahme und laden alle Anteilseigner ein. Dann wird per Los entschieden, wer sein Geld zurückerhält oder wer noch warten muss."

Durch jede verbrauchte Kilowattstunde Strom werden in Osnabrück 864 Gramm Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben. Das bedeutet, dass die Solaranlage der Petrusgemeinde den Ausstoß von 1, 244 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermeidet.

Im Innenhof des Gemeindehauses informierte der Sonnenenergieverein Osnabrück über die Vorzüge der Sonnenenergie und stellte die Vorteile des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vor. In der Aula hielt Professor Dr. Klaus Kuhnke, Vorsitzender des Solarenergievereins Osnabrück, einen Vortrag über " Klima schützen und Schöpfung bewahren". " Alle reden vom Wetter, und wir machen Strom damit", bemerkte Kuhnke und sicherte sich so die Aufmerksamkeit der zahlreichen Gemeindemitglieder.

" Unsere Erde ist krank", meinte Kuhnke. " Die Gletscher gehen zurück, die Schnee- und Eisbedeckung wird weniger und die Temperatur steigt pro Jahr um 0, 7 Grad an." Die künftige Klimaentwicklung werde bestimmt durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Öl und Gas. " Hauptverursacher des Treibhauseffektes mit 50 Prozent ist das Kohlendioxid.

Wir spielen mit dem Feuer, wenn wir so weitermachen."

Frieden sei ein wichtiger Aspekt für alle Christen, aber " wir führen bereits einen Krieg ums Öl", fügte Kuhnke hinzu und verwies auf die Kriege in Tschetschenien und Afghanistan sowie die Kriegsgefahr zwischen den USA und dem Irak. " Wer aber auf regenerative Energie setzt, der braucht keinen Krieg um das Öl zu führen." Kühne lobte die Entschlossenheit der Petrusgemeinde bei der Durchführung und Organisation der Solaranlage und sagte zum Abschluss: " Wer die Schöpfung und den Frieden bewahren will, der sollte die Ressourcen schonen, das Klima schützen, Energie sparen, erneuerbare Energien nutzen, sein eigenes Verhalten überdenken und die Politik beeinflussen." (hz)

MIT SOLARENERGIE in die Zukunft: Kirchenvorstandsvorsitzende Antje Wietzorek, Dr. Klaus Kuhnke, Thomas Wietzorek und Pastor Frieder Marahrens (von links) stellten der Petrusgemeinde die neue Photovoltaikanlage vor. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
hz


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