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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Nur ein Bewerber für die Radstation
Zwischenüberschrift:
Arbeitslosenselbsthilfe einziger Anbieter - Kein Angebot von MÖWE und HHO
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Originaltext:
Nur ein Bewerber für die Radstation

Arbeistlosenselbsthilfe einziger Anbieter - Kein Angebot von Möwe und HHO

Viel Rauch um nichts? Nach der Aufkündigung des Vertrages für die Fahrradstation Pedalos am Bahnhof, betrieben von der Arbeitslosenselbsthilfe (ASH), war die Aufgabe auf Drängen der CDU / FDP-Ratsmehrheit von der Stadt neu ausgeschrieben worden. Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. Das Ergebnis: Es gibt nur einen Bewerber - die Arbeitslosenselbsthilfe.

" Die ASH wird die Fahrradstation weiter betreiben", teilte Franz Schürings, Leiter des zuständigen Fachbereichs Städtebau, gestern auf Anfrage unserer Zeitung mit. Potenzielle Mitbewerber waren die zum Caritasverbund gehörende Möwe und die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück (HHO). Beide hatten sich die Zahlen und die Situation vor Ort zuerst an- und dann von einer Teilnahme an der Ausschreibeung abgesehen wenngleich mit unterschiedlichen Begründungen.

" Es rechnet sich nicht." Für Möwe-Geschäftsführer Olaf Pieck lässt sich die Fahrradstation nicht betriebswirtschaftlich betreiben. Zwar hätte seine Einrichtung die Aufgabe gerne übernommen, " aber es passt im Moment einfach nicht". Pieck ist nach eigenen Worten derzeit damit beschäftigt, die Möwe umzustrukturieren. Gänzlich anders argumentiert Wilfried Windmöller, Geschäftsführer der HHO: " Wir wollten der Arbeitslosenselbsthilfe ebenso wie anderen Projekten, die sich um Arbeitslose kümmern, nicht in die Quere kommen." Deshalb habe man letztendlich von einer Teilnahme an der Ausschreibung abgesehen.

Für ASH-Leiter Hubert Thole ist damit zwar ein Teil der Kuh, aber noch nicht das ganze Tier vom Eis. Jetzt muss mit der Stadt ein neuer Vertrag ausgehandelt werden. Bislang beschäftigt die ASH am Bahnhof sieben Mitarbeiter, die einen ganzjährigen Betrieb der Station an Werktagen von 6 bis 22 Uhr und an Feiertagen von 8 bis 20 Uhr garantieren. Die Arbeitskosten werden getragen durch Gelder, die von Abeitsamt oder Sozialamt auf Grund der aktuellen Gesetzeslage übernommen werden.

Der im vergangenen Jahr zwischen der ASH und der Verwaltung geschlossene Vertrag sieht vor, dass die Stadt eine Fehldeckung von bis zu 63 000 Mark übernimmt. " Dieses Geld werden wir in diesem Jahr nicht in ganzer Höhe in Anspruch nehmen müssen", ist sich Thole sicher, der zum jetzigen Zeitpunkt naturgemäß noch keine konkreten Zahlen nennen kann. Die nicht benötigten Gelder muss die ASH am Ende des Jahres an die Stadt zurücküberweisen.

Von Bedeutung ist für den ASH-Chef denn auch vielmehr die Frage, wie sich die gesetzliche Situation in der nächsten Zeit ändert. " Ein Unsicherheitsfaktor ist, wie es in Zukunft mit der Arbeitsmarktpolitik weitergeht", so Thole. Die ASH bemühe sich in jedem Fall, den Pedalos-Betrieb so kostengünstig wie möglich zu gestalten. " Unser Angebot war deutlich an der Schmerzgrenze." (dk)

EINZIGER BEWERBER für die Fahrradstation am Bahnhof ist der derzeitige Betreiber, die Arbeitslosenselbsthilfe. Foto: Michael Hehmann
Autor:
dk


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