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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Langer Tunnel ist die einzige Lösung
Zwischenüberschrift:
SPD will Echterhoff-Pläne prüfen
Artikel:
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Originaltext:
Langer Tunnel ist die einzige Lösung

SPD will Echterhoff-Pläne prüfen

Auf großes Interesse sind bei der SPD die Pläne des Osnabrücker Bauunternehmens Echterhoff gestoßen, die seit Jahren diskutierte Westumgehung als Tunnel zu realisieren. Das teilte die Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Alice Graschtat, gestern auf Anfrage mit.

Wenn es überhaupt eine vertretbare Lösung für die unbestrittenen Verkehrsprobleme in der Weststadt gebe, dann ein Tunnel, so Graschtat. Für sie kommt allerdings nur die lange Lösung in Frage, also von der Rheiner Landstraße bis zur Natruper Straße. Die kurze Lösung, bei der der Tunnel bereits an der Paracelsusklinik enden würde, sei wegen der Lärmbelastung für das Krankenhaus indiskutabel.

Die Fraktion hatte sich am vergangenen Montag von Firmenvertretern über die Echterholf-Vorschläge informieren lassen. Graschtat verwies auf die heftigen Kontroversen der Vergangenheit und hob lobend hervor, dass die Tunnel-Variante zu einer Versachlichung der Standpunkte beigetragen habe. Die Fraktion will die Pläne nun im Detail von der Verwaltung prüfen lassen und hat dazu eine Beschlussvorlage vorbereitet, mit der sich zunächst der Stadtentwicklungsausschuss in der kommenden Woche, am 27. August dann der Rat beschäftigen wird.

Die Sozialdemokraten wollen vor allem wissen, welche Auswirkungen ein Tunnel auf das Gesamtstraßennetz der Stadt hätte, insbesondere an den Zufahrtstrecken zum Tunnel. Die auch von Echterhoff benutzten Zahlen zu Be- und Entlastungen durch einen Tunnel ergäben ein Bild nur für die direkt betroffenen Straßen, so Graschtat.

Die SPD fragt ferner nach den Kosten des Projekts, und da meldete die Fraktionschefin bereits Zweifel an. Selbst wenn im günstigsten Fall 50 Prozent der geschätzten Baukosten von 60 Millionen Euro durch den Verkauf von Grundstücken wieder hereinkämen, könne die Stadt die Belastung nicht tragen.

Ob eine Finanzierung durch Mittel nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz möglich ist, soll ebenfalls geprüft werden. Graschtat meldete allerdings Bedenken an, da eine solche Finanzierung vermutlich zur Folge haben werde, dass das bestehende Lkw-Fahrverbot nicht aufrecht erhalten werden könne, also auch Lastwagen die neue Strecke benutzen könnten. Das sei zwar für den Tunnelbereich kein Problem, sehr wohl aber für die Straßen an beiden Enden, da sie Lkw-Ver-

Lkw-Verkehr über Straßen an beiden Enden

kehr aufnehmen müssten, der bisher über die Autobahn geleitet werde.

Eines ist für Graschtat bereits ganz klar: Die Diskussion um die Westumgehung wird sofort eine Debatte um eine Realisierung der " mittleren Verbindung Ost" in der Fortsetzung des Haster Weges, die Entlastung für den Bereich Schinkel also, nach sich ziehen. Immerhin habe für beide Projekte einst gleiche Priorität bestanden. Graschtat: " Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir dann mit der Frage umgehen." (hs)
Autor:
hs


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