User Online: 1 | Timeout: 12:01Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Vom Dosenpfand erdrückt: "Die Politiker beschließen ein Gesetz, und keiner kümmert sich um die Umsetzung"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Vom Dosenpfand erdrückt: " Die Politiker beschließen ein Gesetz, und keiner kümmert sich um die Umsetzung

Als hätte der Lebensmittel-Einzelhandel nicht schon genug Probleme: Jetzt kommt in drei Monaten auch noch das Dosenpfand dazu. Albert Kallmeyer jedenfalls stöhnt auf und beklagt, dass " die Politiker etwas beschließen, aber sich dann um die Umsetzung nicht mehr kümmern."

Im Prinzip wollen ja alle, Politiker, Umweltschützer und Einzelhändler, dasselbe: Die leeren Getränkedosen sollen nicht mehr Stadt, Wald und Wiese verschandeln. Die Verordnung, auf die die für Januar geplante Einführung des Dosenpfands beruht, ist schon elf Jahre alt. Jetzt wird sie umgesetzt, weil der Anteil, der Mehrwegflaschen auf dem Getränkemarkt unter die Marke von 72 Prozent gesunken ist. Bei Kallmeyers steht am Eingang - wie in vielen anderen Märkten auch - ein Automat, der das Leergut annimmt und eine Gutschrift ausdruckt. Kommt das Dosenpfand, muss der Automat umgerüstet werden. Kosten: etwa 30 000 Euro, schätzt AIbert Kallmeyer. " Darauf bleiben wir sitzen, die nimmt uns keiner ab."

Der Einzelhändler sieht aber vor allem ein großes hygienisches Problem. Die Dosen sollen maschinell zerdrückt werden, um Platz zu sparen. " Was passiert aber, wenn eine Dose noch halb voll ist?" fragt er und nimmt die Antwort vorweg: " Die Cola spritzt natürlich raus und versaut hier alles." Und die Folge: " Fliegen, Geruch und immer sieht es ungepflegt aus."

Nein, er würde vorschlagen, die Getränke in Dosen mit einem Aufschlag zu verkaufen und das Geld der Kommune zur Verfügung zu stellen. Die könnte damit Leute bezahlen, die draußen für mehr Sauberkeit sorgen. Damit wäre auch der " riesige Verwaltungsapparat" überflüssig, der am Dosenpfand hängt, wie er sagt. Denn Pfandeinnahme und - rückerstattung müssen bundesweit zwischen allen Verkaufsstellen verrechnet werden. Sonst könnte es passieren, dass die Discounter weiter am Getränkeverkauf Geld verdienen und die kleinen Geschäfte das Pfand auszahlen

ERDRÜCKT vom Dosenpfand? Einzelhandel rebelliert gegen die geplante Einführung am 1. Januar.


Anfang der Liste Ende der Liste