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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Mit dem Kettcar machte Moritz den "Erdtransfer"
Zwischenüberschrift:
Bundesumweltstiftung lobt: Wir fördern nur die Besten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Wir fördern nur die Besten." Mit diesen Worten kommentiert Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), gestern die Veränderungen im Schulhof der Grundschule Sutthausen. Statt auf ödem Pflaster, toben die Kinder jetzt durch die Rundläufe im Weidentipi und über die Baumstämme im grünen Klassenzimmer. Weiter hinten im Schulgarten blühen und gedeihen Kamille, Dill, Zwiebeln und Erdbeeren.

" Unter zwei Voraussetzungen entscheiden wir uns für eine Förderung", erläuterte Fritz Brickwedde. " Eltern, Schüler und Lehrer müssen sich an dem Projekt beteiligen, und die Schüler müssen für die Pflege der Ökoflächen verantwortlich sein, damit sie nicht nur spielen, sondern auch lernen."

Die Gundschule Sutthausen hat ausgewogen mit der DBU kooperiert: 5 000 Euro hat die Stiftung bewilligt, 6 000 Euro stammen aus Eigenmitteln aller beteiligten Helfer. Weniger ging es jedoch darum, Geld zu sammeln, sondern vielmehr aktiv mitzuarbeiten. Und so kann heute jedes Kind berichten, was im Frühjahr bei der großen Pflanzaktion seine Aufgabe war.

" Ich habe die Weidenstöcke sortiert und die Rinde abgeschnitten", berichtete Corinna. " Ich habe den Erwachsenen immer Kaffee gebracht", erzählte Verena. " Und ich habe mit dem Kettcar Erdtransfer gemacht", erinnerte sich Moritz an seinen Beitrag. Tatsächlich steckt viel Arbeit in dem natumahen Schulhof. " Allein die Weidenstöcke haben wir eineinhalb bis zwei Meter in den Boden gesetzt", bestätigte Carola Westendorf, Mutter und als Gärtnerin wesentlich für die Gestaltung der Okoflächen mitverantwortlich.

Bereits wenige Monate nach der Umgestaltung habe sich das Bewusstsein der Kinder für ihre Umwelt geändert.

Sie wollten auf einmal im Wald Müll sammeln und wiesen auch die Lehrer zurecht, wenn diese sich einmal nicht an Umweltbestimmungen, wie die Mülltrennung, hielten, berichtete Martina Lade, Rektorin der Grundschule. Ideal sei es, wenn auch zu Hause ein hohes Umweltbewusstsein herrsche, dieses verzahne sich dann mit dem Wissen, das in der Schule vermittelt werde.

Auch Fritz Brickwedde ist überzeugt, dass ein früher Ansatz, der Kinder mit Naturthemen vertraut mache, langfristig zu mehr Umweltschutz führe. Nicht umsonst habe die DBU bereits in zehn anderen deutschen Schulen Projekte zur Umweltbildung gefördert. In Sutthausen ist der Lerneffekt deutlich: So kann die immerfeuchte Wiese von den Kindern wieder zum Spielen genutzt werden, seit das Weidentipi einen Großteil des Regenwassers verbraucht.

Dass die Arbeit in der Grundschule noch nicht getan ist, verdanken alle Beteiligten vor allem den Schülern, die erworbenes Wissen in neue Wünsche umsetzen. So sollen nicht nur das Weidendorf und der Schulgarten erweitert werden, sondern auch Apfelbäume gepflanzt und Fledermauskästen aufgestellt werden. (krk)

Bilduntertitel
DIE SITZGELEGENHEITEN im grünen Klassenzimmer der Grundschule Sutthausen präsentieren Martina Lade, Fritz Brickwedde, Friedrich H. Petersmann, Elternratsvorsitzender (von rechts). Foto: Klaus Lindemann
Autor:
krk


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