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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gärtner bereiten den Boden für die Buga
 
Rat entscheidet heute über Buga-Bewerbung
Zwischenüberschrift:
Zur Mitarbeit bereit - "Nicht am grünen Tisch planen"
Artikel:
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Originaltext:
Gärtner bereiten den Boden für die BUGA

Zur Mitarbeit bereit - " Nicht am grünen Tisch planen"

Die Gärtner bereiten den Boden für die Bundesgartenschau 2013. Henning Sannemann aus Osnabrück, Mitglied im Präsidium des Nordwestdeutschen Gartenbauverbandes in Bremen, brennt förmlich auf die Piesberg-Buga und er bietet die Mitarbeit der Gärtner an, um die Osnabrücker Bewerbung zum Erfolg zu führen.

Seit 32 Jahren ist Sannemann Gärtner, seit Anfang der 70er Jahre hat er keine Bundesgartenschau verpasst. " Ich kann mich nicht erinnern, dass es irgendwo mal eine solch tolle Kulisse wie im Piesberg gegeben hat", sagte der 51-jährige. In den vergangenen Jahren habe der Schwerpunkt immer auf Wiederbelebung verlassener Militärflächen gelegen wie in Potsdam und Magdeburg. Auch Mitbewerber Oldenburg geht für 2013 mit einem brach liegenden Fliegerhorst an den Start. Bei den Militärflächen handle es sich in der Regel um weitläufige, ebene Flächen mit Wiesen und künstlichen Hügeln. " Da laufen sich die Leute die Füße platt", sagt Sannemann. Die Besucher wollten aber " Blumen und Farben sehen", und das möglichst auf engem Raum. Das bekämen sie im Piesberg geboten.

Der Erfolg der Landesgartenschau in Bad Zwischenahn, an der sich die Osnabrücker Gärtner aktiv beteiligen, beflügelt die Branche. Sannemann ist geradezu " begeistert" von dem Gedanken, während der Buga ein " grünes Klassenzimmer" einzurichten. In Bad Zwischenahn ist das Klassenzimmer permanent ausgebucht. Der Piesberg würde noch viel mehr Anschauungsmaterial für Schüler bieten: Bergbau, Industriekultur, Abfallwirtschaft, Renaturierung, Mineralogie, regenerative Energien - die Themenliste wäre unerschöpflich, meint Sannemann. In Bad Zwischenahn kalkulierten die Experten mit 500 000 Besuchern. Das war die Schwelle zur Wirtschaftlichkeit. Bis jetzt haben 750 000 Menschen die Schau gesehen.

Der Gartenhau-Funktionär weist auf drei Aspekte hin, die nach seiner Ansicht in der Bewerbung " unbedingt" zu beachten sind.

Mit den Gärtnern: Ohne Einsatz der Gärtner aus der Region würden einer Buga im Piesberg wichtige Impulse fehlen, meint Sannemann. Das hätten die Erfahrungen mit der Landesgartenschau in diesem Jahr in Bad Zwischenahn gezeigt. Die Gärtner aus der Region haben dort eigenständig Themengärten angelegt, die zu den Höhepunkten der Schau gehören und viele Besucher anlockten. Es gab zum Beispiel einen Wassergarten, einen Bonsaigarten und einen Gräberhain. " Das ist ein bisschen das Problem in Osnabrück", so Sannemann weiter: Die Buga werde am grünen Tisch organisiert und geplant, ohne die Gärtner einzubeziehen. Der Verband sei zur Mitarbeit gerne bereit.

Nachnutzung: Der Zentralverband Gartenbau in Bonn, der die Buga vergibt, legt großen Wert auf eine sinnvolle Nachnutzung des jeweiligen Ausstellungsgeländes. Der Aspekt der Nachhaltigkeit spiele bei der Entscheidung eine " ganz wichtige Rolle", sagt Mennig Sannemann. Osnabrück müsse eine überzeugende Nachnutzung in der Bewerbung präsentieren, etwa als Naherholungsgebiet mit besonderer Ausstrahlung. Potsdam macht es vor: Die so genannte Biosphärenhalle wird als Ausstellungshalle weiter benutzt, das andere Gelände dient als Parklandschaft der Naherholung.

Verbündete suchen: Sannemann lässt keinen Zweifel daran, dass die im Kreisverband Osnabrück vereinigten Gärtner hinter der Bewerbung stehen. Wichtig sei es, den übergeordneten Nordwestdeutschen Gartenbau-Verband mit Sitz in Bremen für die Osnabrücker Bewerbung zu gewinnen. Denn der Präsident dieses Verbandes, Jens Schatzschneider aus Wildeshausen, ist Mitglied des Gremiums, das im kommenden Jahr über die Vergabe der Buga 2013 entscheiden wird. Außerdem gehören der Gartenbau-Präsident aus Hannover und der Bundesvorsitzende der Friedhofsgärtner aus Verden dem Rat der Entscheider an. Sannemann: " Das sind drei Leute aus Niedersachsen, die wir vom Piesberg überzeugen müssen." Der Osnabrücker Kreisverband ist inzwischen aktiv geworden und hat die Funktionäre zu einem Besuch des Piesberges eingeladen. (hin)

Rat entscheidet heute über Buga-Bewerbung

Am heutigen Donnerstag tritt der Rat der Stadt um 17 Uhr zu einer öffentlichen Sondersitzung im Piesherger Gesellschaftshaus zusammen. Einziges Thema: die Bewerbung um die Bundesgartenschau 2013 oder 2015. Mitarbeiter des Planungsbüros Heimer und Herbstreit werden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorstellen. Anschließend trifft der Rat die Entscheidung, ob sich Osnabrück um die Ausrichtung der Schau bewirbt. Die Kosten schätzen die Experten auf 175 Millionen Euro. Etwa zwei Drittel der Kosten werden von Land, Bund und EU getragen.

MACHT SICH FÜR DIE BUGA STARK: Henning Sannemann aus Osnabrück, Mitglied im Präsidium des Nordwestdeutschen Gartenbau-Verbandes. Foto: Michael Hehmann
Autor:
hin


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