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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Wüsten-Sanierung wirft Fragen auf
Zwischenüberschrift:
Altlasten: Die Stadtverwaltung hat drei Informations-Telefone geschaltet
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Wüsten-Sanierung wirft Fragen auf

Altlasten: Die Stadtverwaltung hat drei Informations-Telefone geschaltet

Nachdem die Eigentümer im Stadtteil Wüste darüber informiert worden sind, ob der Boden in ihren Gärten ausgetauscht werden muss, haben bisher ca. 100 Betroffene im Fachbereich Grün und Umwelt angerufen und um nähere Informationen gebeten. Messungen in den vergangenen Jahren hatten ergeben, dass auf 251 Grundstücken in den nächsten Jahren ein Bodenaustausch bis in 1 m Tiefe durchgeführt werden muss.

Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip hatte erklärt, dass die Stadt 80 Prozent der Sanierungskosten übernehmen werde. Für die verbleibenden 20 Prozent sollen die Eigentümer durch Eigenleistungen selbst aufkommen. Die Stadt wird den betroffenen Eigentümern also keine Rechnung präsentieren, sondern sie sollen nach der Sanierung lediglich ihre Gärten in Eigenregie wieder herrichten. Über die

Bodenaustausch im Winterhalbjahr

Höhe der entstehenden Kosten entscheidet also der eigene Aufwand. Würde also lediglich eine Rasenfläche angelegt werden, wären die für den . Einzelnen anfallenden Kosten entsprechend niedrig. Bei aufwendigeren Arbeiten würden die Kosten steigen.

Für Überraschung bei den Betroffenen sorgt immer wieder die unmittelbare Nachbarschaft von Gärten, die saniert werden müssen, und solchen, die nicht betroffen sind. Die Analysen von Tausenden von Bodenproben, die im Laufe der Jahre gewonnen wurden, belegen jedoch, dass ein hochbelasteter Garten durchaus neben einem sauberen Grundstück liegen kann, abhängig davon, welcher Lkw vor Jahrzehnten an dieser . Stelle was abgekippt hat. Zu sanierende Grundstücke gibt es daher überall im ganzen 2, 3 Mio. m2 großen Untersuchungsgebiet, einen ausgesprochenen Schwerpunkt hingegen nicht, so Detlef Gerdts, Leiter des städtischen Fachbereichs Grün und Umwelt.

Weil mit 251 Grundstückseigentümern Verträge abgeschlossen und vorgeschriebene EU-weite Vergabeverfahren eingehalten werden müssen, kann die Sanierung erst im Jahre 2004 beginnen. Im Frühjahr 2008 soll sie abgeschlossen sein. Für den Bodenaustausch sollen die Winterhalbjahre genutzt werden, damit die Bewohner möglichst geringe Einschränkungen der Nutzbarkeit ihrer Grundstücke im Sommer hinnehmen müssen. Die Sanierung eines einzelnen Grundstücks wird dann zirka vier Wochen in Anspruch nehmen. Falls aber mehrere zu sanierende Grundstücke nebeneinander liegen, kann dies allerdings abhängig von der Zugänglichkeit der Grundstücke auch etwas länger dauern.

Mit den Eigentümern der Gärten, die saniert werden müssen, wird vor der Sanierung genau abgesprochen, wie etwa mit alten Bäumen, Sträuchern und Büschen umgegangen wird. Dabei sollen alte Bäume, sofern dies von den Eigentümern gewünscht wird, möglichst erhalten bleiben. Die Empfehlungen, wie sich die Betroffenen bis zum Beginn der Sanierung verhalten sollen, werden zurzeit grundstücksbezogen entwickelt und im September den betroffenen Eigentümern zugesandt, die diese dann an ihre die Gärten nutzenden Mieter weitergeben sollten. In diesem Zusammenhang verweist der Fachbereich Grün und Umwelt darauf, dass Mieter im Falle der Nichtweitergabe der Schreiben durch den Vermieter auch bei der Stadt (Karsten Timmermann, Tel. 323-4145) ihre Untersuchungsergebnisse erfragen können.

Um alle Frage zu beantworten, ist für den 27. September, 19 Uhr, - zwei Tage nach der entscheidenden Ratssitzung - in der Aula des Gymnasiums " In der Wüste" eine öffentliche Bürgerversammlung geplant.

Rückfragen werden beantwortet durch Detlef Gerdts, Tel. 323-3172 und Bernd Früchel, Tel. 323-31 60, sowie Karsten Timmermann, TeL 323-4145.

IN 1519 GÄRTEN des Stadtteils Wüste waren 1996 die Sondierungsbohrungen angelaufen, nachdem der Projektbeirat grünes Licht gegeben hatte. Die Ergebnisse der insgesamt zehn Kilometer. Bohrungen flössen in die Gefährdungsabschälzung ein: 251 Gärten müssen demnächst saniert werden. Foto: Archiv


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