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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Umweltschutz erstmal im Zeichen der Ökumene
Zwischenüberschrift:
Bundesumweltstiftung fördert 600. kirchliche Solaranlage
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Umweltschutz erstmals im Zeichen der Ökumene

Bundesumweltstiftung fördert 600. kirchliche Solaranlage

600 kirchliche Solaranlagen hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) schon gefördert. Als DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde gestern Vormittag den 600. Bewilligungsbescheid überreichte, gab es dennoch eine Premiere: das erste ökumenische Kooperationsprojekt, getragen von den Gemeinden St. Katharinen und St. Johann.

Die beiden benachbarten Innenstadtkirchen pflegen nach Auskunft von Pastorin Andrea Kruckemeyer und Dechant Dr. Hermann Wieh schon seit zwölf Jahren eine Partnerschaft. Dabei nahm St. Katharinen zum Beispiel die Gläubigen von St. Johann während des gut zweijährigen Umbaus der katholischen Kirche auf. Der Anstoß zur gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit in Sachen umweltfreundlicher Energie kam jedoch von Brickwedde.

Das DBU-Programm " Kirchengemeinden für die Sonnenenergie" sei auf eine überwältigende Resonanz gestoßen, berichtete der Generalsekretär. Zu Beginn war es das Ziel, 300 Gemeinden für Solaranlagen zu gewinnen. " Innerhalb kürzester Zeit wurde jedoch klar, dass die veranschlagten 10 Millionen Mark nicht ausreichen würden, um das Interesse zu befriedigen." Das Programm wurde verdoppelt und später noch einmal auf 28 Millionen Mark aufgestockt. Insgesamt werde die Stiftung 750 kirchliche Anlagen fördern. In Osnabrück seien es bisher St. Franziskus, Luther, St. Marien / Lüstringen und die Bergkirche.

Bis zum Bewerbungsschluss Ende vergangenen Jahres sind nach Brickweddes Worten 927 Anträge gestellt worden. Das größte Problem bei der Umsetzung sei die Vereinbarkeit von Solarenergie und Denkmalschutz. Da die Anlagen nicht auf historische Kirchendächer montiert werden können, werden als Kompromiss kirchliche Nebengebäude genutzt.

So kommt die 50 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage in Kürze auf das Schrägdach des Saalanbaus, der am neuen Gemeindehaus Steinwerk St. Katharinen entsteht. Zur Diskussion stand auch das Dach des neuen St.-Johann-Kindergartens. Laut Dechant Wieh hat es sich wegen des alten Baumbestandes als zu schattig und damit ungeeignet herausgestellt. Deshalb beteiligt sich St. Johann jetzt finanziell an dem ökumenischen Umweltschutzvorhaben: Die DBU zahlt mit 29 000 Euro knapp die Hälfte, den Restübernehmen St. Katharinen zu zwei und St. Johann zu einem Drittel.

Zugleich werden beide Gemeinden digitale Schautafeln installieren, auf denen die aktuellen Ertragswerte der Solaranlage angezeigt und erläutert werden. Diese Anzeigekästen gehörten zu den Bewilligungsauflagen der BDU, erklärte Brickwedde: Das Kirchendächerprogramm solle das Bewusstsein der Bevölkerung zu Gunsten der erneuerbaren Energiequelle Sonne verbessern.

Wie Pastorin Kruckemeyer und Dechant Wieh berichteten, werde die " Bewahrung der Schöpfung" in weiteren ökumenischen Veranstaltungen thematisiert: bei Vorträgen, in den Kindergärten sowie mit Kommunionkindern und Konfirmanden.

Das DBU-Programm soll außerdem beim ökumenischen Kirchentag im Mai 2003 in Berlin vorgestellt werden. Natürlich mit - den ökumenischen Partnern von St. Katharinen und St. Johann. " Der gemeinsame Bus ist schon bestellt", sagte Dechant Wieh.( S.)
Autor:
S.


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