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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Inhalt:
Überschrift:
Würfel gegen Parker
Zwischenüberschrift:
Seit gestern ist Schluss mit dem kostenlosen Parken an der Salzmarkthalle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Seit gestern ist Schluss mit dem kostenlosen Parken an der Salzmarkthalle

Würfel gegen Parker

300 Kilo schwere Betonwürfel sollen das Park-Problem an der Salzmarkthalle lösen - und schaffen damit vielleicht ein neues.

Es war ja so bequem für die Besucher der Veranstaltungshalle, der Salzbar oder der Kunden des Supermarktes: Sie konnten bis gestern kostenlos vor den Eingängen parken. So war es aber nicht gedacht. Die Wassermannstraße ist eine verkehrsberuhigte Zone. Im Salzmarkt-Komplex wohnen viele ältere Menschen, die sich nach Ruhe sehnen. Stattdessen hatten sie mit dem Lärm an- und abfahrender Autos zu tun. Beliebt war der Platz auch bei Dauerparkern und Bastlern. Ein Anwohner berichtet, dass der Platz zuweilen einer Freiluft-Werkstatt glich oder als letzte Ruhestätte abgemeldeter Autos diente.

50 Betonklötze machen Schluss damit. Sie sind weitaus billiger als die ursprünglich geplanten, versenkbaren Poller. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen High-Tech-Poller zu installieren, die mit Hilfe einer Chipkarte versenkbar sind. 80 000 Mark (41000 Euro) pro Poller war den Politikern aber zu viel, wie Wolfgang Klimm und Annegret Gutendorf (beide CDU) gestern betonten. Klimm suchte zusammen mit der Verwaltung nach einer preiswerten Alternative und fand die 50 mal 50 mal 50 Zentimeter großen Betonwürfel zum Gesamtpreis von 5 000 Euro. Der Stadtentwicklungsausschuss entschied im Mai einstimmig: So wird' s gemacht.

Doch damit ist das nächste Problem da. Der Pächter der Salzbar und Salzmarkthalle, Wilhelm Söhner, befürchtet für sein Geschäft das Schlimmste, denn die bequeme Parkmöglichkeit lockte viele Besucher an. Beim ersten Versuch, den Platz mit Metall-Pollern zu sperren, sackte der Umsatz nach seinen Angaben um 40 Prozent ab. Die Poller wurden damals umgerissen und mutwillig beschädigt. " Wir hatten da ständig Ärger", sagt Wolfgang Klimm.

Ein weiteres Ärgernis für Söhner: Die Lieferwagen müssen jetzt am Wall parken. Die Ware muss über den Platz gerollt werden. Söhner hätte gern eine Schranke gehabt, die Stadt wollte das nicht. (hin)

PARKEN VERBOTEN: Betonwürfel riegeln seit gestern den Platz an der Salzmarkthalle ab. Die Anwohner der verkehrsberuhigten Zone freuen sich auf ruhigere Zeiten, der Pächter der Salzbar ärgert sich über den Verlust der kostenlosen Parkplätze und erschwerte Lieferbedingungen. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
hin


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