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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Pläne geplatzt: Kein IT-Zentrum im Martiniviertel
Zwischenüberschrift:
Alternative im Hasepark angestrebt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Pläne für ein Multimedia-Zentrum im Bereich Weiden- und Uhlandstraße haben sich zerschlagen. Auf dem dafür vorgesehenen Gelände der ehemaligen Bettfedernfabrik Künsemüller entsteht nun ein hochmodernes Reha-Zentrum.

Die städtische Wirtschaftsförderung will sich von dem Multimedia-Projekt dennoch nicht verabschieden. Sie favorisiert als Alternativstandort dafür den Hasepark hinter dem Bahnhof, wie die beiden Geschäftsführer Dr. Alexander Fischer und Wolfgang Gurk mitteilten.

Erste kleine Schritte zur Realisierung sind bereits getan: Adressen von rund einem Dutzend interessierten Firmen der IT-Branche hat das Amt für Wirtschaftsförderung der Dibag Industriebau AG zugeleitet, die die Büro- und Gewerbeflächen dort vermarktet.

Rasche Erfolge - sprich: Abschlüsse - sind allerdings nicht in Sicht. Viola Kröner, die für die Dibag Kontakt zu den genannten Firmen aufgenommen hat, hat bislang nur grundsätzliches Interesse erfahren; die Angesprochenen hätten es aber nicht eilig und dächten auch über Alternativen nach.

Platz wäre ausreichend vorhanden. Die Dibag hat in den vergangenen Monaten in der Franz-Lenz-Straße ein Bürogebäude hochgezogen, an das in einem zweiten Bauabschnitt ein weiterer Trakt angeschlossen werden könnte. Voraussetzung für die Erwei-

Projekt blieb ohne genügend Resonanz

terung laut Kröner: " Erst müssen 70 Prozent des ersten Bauabschnitts vermietet sein." Sie sieht sich immerhin auf einem guten Weg: Rund ein Drittel der Flächen sind vergeben.

Sollte das Multimediazentrum tatsächlich im Hasepark Gestalt annehmen, dann wohl nicht nach dem weitreichenden Konzept, wie es für das Martiniviertel vorgesehen war: mit großzügigen Kommunikationsmöglichkeiten und - flächen, Markthalle und Gastronomie. Wobei Viola Kröner nicht ausschließt, dass bei entsprechendem Interesse durchaus Einrichtungen geschaffen werden können, die über den reinen Bürocharakter hinausgehen.

Nach den ursprünglichen Plänen, wie sie im Februar vergangenen Jahres vorgestellt und später in einer weiteren großen Veranstaltung noch einmal bekräftigt wurden, hätte das Multimediazentrum an Weiden- und Uhlandstraße bereits Ende 2002 fertig sein sollen. Die Begründungen für das Scheitern des Projekts gehen auseinander. Wirtschaftsförderer Gurk sprach davon, dass neben dem - ursprünglich kleiner angelegten - Reha-Zentrum nicht mehr ausreichend Platz für die Firmen der IT-Branche gewesen wäre. Dagegen erklärte Hans-Christian Sanders, Eigentümer des Geländes und Investor, es hätten sich kaum Firmen gefunden, die ernsthaft Interesse an einem längerfristigen Engagement dort gehabt hätten. Für ihn als Investor hätte das " völlige Planungsunsicherheit" bedeutet.

Gurk sieht die Entwicklung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Er bedauert zwar das Scheitern des ursprünglichen Projekts an dieser Stelle, hebt aber zugleich hervor, dass das hochmoderne Reha-Zentrum für die Stadt eine große Bereicherung darstelle. (hs)

Aus für Multimediazentrum

Luftschloss

Von Heiko Schlottke

Was als Schloss gedacht war, hat sich als Luftschloss entpuppt: Das Multimediazentrum im Martiniviertel wird nicht realisiert. Die Idee war gut, aber von der Wirklichkeit eben doch zu weit entfernt.

Inzwischen jedenfalls. Der raketenhafte Aufstieg der IT-Branche ist gestoppt, wie die Börsenkurse zeigen, die Boomzeiten sind vorüber. Und das sind auch in dieser Stadt nicht eben günstige Voraussetzungen für ein so ehrgeiziges Projekt.

Das gilt übrigens auch für den neuen Standort, den die Wirtschaftsförderung nun favorisiert. Mit raschen Erfolgen ist nicht zu rechnen. Die interessierten Firmen scheuen unverantwortliche Risiken. Mühsame Kleinarbeit ist also gefordert, der große Wurf unrealistisch. Was nicht heißt, dass sich die Wirtschaftsförderung entmutigen lassen darf. Sollte sie die Lage falsch eingeschätzt haben, so steht sie damit gewiss nicht allein.

Was auch nicht heißt, dass die Entwicklung für das Martiniviertel negativ wäre. Dass Investor Sanders angesichts vager Aussichten in der IT-Branche andere Wege einschlägt, ist ihm nicht zu verdenken. Was jetzt dort entsteht, ist vielleicht ebenso zukunftsorientiert, wirtschaftlich vielleicht noch aussichtsreicher als das Multimediazentrum. Und es könnte zudem zu einer ausgesprochenen Attraktion in dieser Stadt werden.

PLATZ IST REICHLICH VORHANDEN: Entsteht das Multimediazentrum nun im Hasepark?

Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
hs


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