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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Ein Loch gebuddelt und Stöcker reingelegt"
Zwischenüberschrift:
Neuer Schulhof der Astrid-Lindgren-Schule eingeweiht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:

FAST DIE GANZE SCHULE passt in das mit Knöterich berankte Zelt, dass im Rahmen der Neu-' gestaltung des Schulhofs der Astrid-Lindgren-Schule angelegt wurde. Foto: Elvira Parton

Neuer Schulhof der Astrid-Lindgren-Schule eingeweiht

Die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule in Voxtrup fragten sich, als sie gestern Morgen in die Schule kamen, warum denn so viele Stühle und Bänke in ihrer Aula standen. Ihre Schulleiterin Felicitas Dölling hatte eine Überraschung für sie parat: Die Einweihungsfeier für ihren neu gestalteten Schulhof.

" Die haben ein großes Loch gebuddelt und den Sand daraus gemacht", berichtete ein Knirps von den Umbauarbeiten. Ein Mädchen ergänzte: " Die haben da so Stöcker hingelegt, dicke und große, und Steine reingemacht. Dann ist das gewachsen und wir durften nicht hin." " Die" waren Voxtruper Firmen und die Eltern der Schüler, die tatkräftig an der Umgestaltung mitgearbeitet haben.

Einer der Eltern ist Rolf-Gerd Hellwig, der sein Wissen als Gartenarchitekt bei der Neugestaltung des Schulhofs mit eingebracht hat. " Wenn die Sinne der Kinder gefordert werden, ist es ungefährlicher als wenn sie durch eine langweilige Fläche brach liegen", beschreibt Hellwig die neuen Anlagen. Die Schüler können nun auf Findlingen und Hölzern balancieren, haben eine Rückzugsmöglichkeit in einem mit Knöterich berankten Zelt und dürfen über eine Hügellandschaft toben, die in einer Sprunggrube endet.

Die Freiluftklasse, die neben dem neu angelegten Schulgarten steht, inspiziert schon mal Max Koch. Der zehnjährige Schüler findet es ganz gemütlich dort und freut sich darauf, den Unterricht draußen mitmachen zu können. " Man kann auch was über' s Buch tun, wenn es regnet", meint er, aber die Bäume über der Freiluftklasse halten eine Menge Feuchtigkeit ab.

Unterricht hatten die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule aber gestern nicht. Als Felicitas Dölling bekannt gibt, dass die Kinder eine Stunde draußen spielen dürfen, entbrandet ein Jubel, als hätte die deutsche Nationalmannschaft gerade die Weltmeisterschaft gewonnen.

Die Begeisterung war auch kaum zu bremsen, als die Schulleiterin die Hügellandschaft freigab. Die Kinder stürmten mit Geschrei auf die Hügel wie die Germanen auf die Legionen von Varus. Die Befürchtung einer Mutter, ihr Kind würde mit grünen Knien nach Hause kommen, bewahrheitete sich, nachdem ihr Kleiner den Hügel herunter rutschte. Bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter die Voraussetzungen für die Kinder schafft, damit sie auch draußen spielen können. Die Schüler der 4b sangen bei der Einweihung ein entsprechendes Lied: " Ich liebe den Sommer, ich liebe den Sonnenschein. Wann wird es endlich wärmer sein?" Schulleiterin Felicitas Dölling hofft, dass die Kinder das Lied bald mit der Zeile ergänzen: " Ich liebe den Schulhof." (tw)

Autor:
tw


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