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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erste Bürgervorschläge zum Grün
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Pflege öffentlicher Flächen diskutiert - Heute zweites Forum für alle
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Erste Bürgervorschläge zum Grün

Pflege öffentlicher Flächen diskutiert - Heute zweites Forum für alle

Rund 30 Bürger und Vertreter von Bürgervereinen und Siedlergemeinschaften beteiligten sich am Dienstagabend am ersten von insgesamt drei Stadtteilforen, mit denen die Grünflächenverwaltung der Stadt ausloten will, wie trotz fehlenden Personals künftig die Pflege öffentlicher Grünanlagen gewährleistet werden kann.

Für die Verwaltung skizzierte Fachbereichsleiter Detlef Geräts noch einmal das Dilemma aus seiner Sicht: " mit weniger Personal die Grünflächen Osnabrücks so zu pflegen, dass die Bürger trotzdem zufrieden sind". Mit Blick auf die leeren Kassen der Stadt sei eine Aufstockung des Personals nämlich illusorisch. Schon jetzt benötige der Grünflächenbereich eigentlich 17 zusätzliche Stellen, um den Mindeststandard zu halten. " Daher erhoffen wir uns Vorschläge von Bürgern, Vereinen und Verbänden, wie wir es trotzdem hinkriegen", so Cordts.

Raumpfleger Thomas Maag nannte Einzelheiten: Seine Kollegen und er seien für 500 Hektar Grünflächen zuständig, was etwa 700 Fußballfeldern entspreche. Diese überall verstreuten Flächen unterschiedlichster Größe enthielten rund 80 000 Objekte wie Papierkörbe, Bänke, Wege und Brücken. Dazu kämen 250 Spielplätze und 60 000 Bäume, davon allein 20 000 Straßenbäume.

Maag zählte die Arbeiten auf: Gehölz-und Rasenpflege, Pflanzen und Pflege von Schmuckpflanzen, Unkrautjäten, Beseitigung von Vandalismusschäden, gesetzlich vorgeschriebene wöchentliche Sicherheitskontrollen der Spielplätze sowie die Entmüllung. " Jährlich sammeln unsere Leute 150 Tonnen Müll aus Beeten und Anlagen, davon allein 60 Tonnen Altglas", so Maag. Die Arbeit werde auch nicht weniger. Im Gegenteil: Jedes Jahr kämen fünf bis zehn Hektar neue Grünflächen dazu.

Ein Moderatorenteam der iku GmbH (Dortmund) stellte den Zuhörern anschließend

Müll: Problem der Zuständigen

drei Alternativen vor: So könnten bisher pflegeintensive Flächen in pflegeärmere umgewandelt werden. " Beispielsweise indem Rosenbeete zu naturnahen Wiesen werden", erklärte Moderatorin Ann-Kathrin Kühr. Aber auch eine Reduzierung der Pflegehäufigkeit oder eine Pflege durch die Bürgerschaft, etwa mit der Übernahme von Patenschaften, seien denkbar.

Engagiert unterbreiteten die Bürger Vorschläge. So werde der Spielplatz am Saarplatz überhaupt nicht genutzt und könne aufgegeben werden. Die Wiesen am Westerberg solle die Verwaltung sich selbst überlassen und so zu Naturwiesen umwandeln. Grünflächen in der Innenstadt dagegen sollten Visitenkarte bleiben. Ausdrücklich wurde die bunte Bepflanzung im Schlosspark gelobt.

Deutlich wurde, dass das Thema Müll und Hundekot die Bürger aufregt. Besonders der Zuständigkeitswirrwarr innerhalb der Stadtverwaltung bei der Müllbeseitigung wurde kritisiert.

Aber auch positive Beispiele kamen aufs Tapet: Lob gab es für ehrenamtliche Helfer des OSC im Bereich des Schulzentrums Wüste und für Schüler der Grundschule Voxtrup und des Gymnasiums in der Wüste, die Flächen säubern und ein Biotop pflegen. Angeregt wurde eine stärkere Einbindung von Kindern und Eltern bei der Spielplatzpflege und die Übernahme von Pa-

Spielplätze: Kinder und Eltern sollen helfen

tenschaften für Baumscheiben.

Heute findet das zweite öffentliche Forum ab 18 Uhr im Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße für den Bezirk Ost statt, zu dem möglichst viele Bürger willkommen sind. Das gilt auch für die letzte Veranstaltung am 11.Juni um 18 Uhr im Stadthaus (Bezirk Süd). (fr)

INTERESSIERT verfolgten die Bürger die Ausführungen von Detlef Geräts, bevor sie selbst eine engagierte Debatte auslösten.Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
fr


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