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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Anlieger wollen keine neue Straße
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Lüstringer Lassaallestraße total kaputt? - Bürger bezweifeln Expertenurteil
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Originaltext:
Anlieger wollen keine neue Straße

Lüstringer Lassallestraße total kaputt? - Bürger bezweifeln Expertenurteil

Darf die Stadt ihren Bürgern eine neue Straße aufzwingen und diese Bürger dafür auch noch zur Kasse bitten? Fast alle Anlieger der Lassallestraße in Lüstringen glauben nicht, dass ihre Straße renovierungsbedürftig ist, und lehnen die Ausbaupläne der Stadt ab.

Heute wird sich der Stadtentwicklungsausschuss mit dem Thema befassen. Der Ortsrat Darum-Gretesch-Lüstringen, der am Dienstagabend mit den betroffenen Bürgern diskutierte, bittet den Ausschuss, die Grundsatzentscheidung zu vertagen. Zunächst sollten die Betroffenen ausführlich informiert werden, warum die Lassallestraße renovierungsbedürftig ist und welche Kosten möglicherweise auf die Anlieger zukommen könnten.

Die Anlieger sind mit dem Zustand der Straße zufrieden, sie sei " absolut in Ordnung", sagte ein Zuhörer. Anlieger Udo Manske lehnt eine " Verschönerung auf Kosten deren Bürger" kategorisch ab. Andere Straßen wie das Königsfeld und die Waldstraße seien eher sanierungsbedürftig.

Die Experten sind ganz anderer Meinung. Die Lassallestraße sei " dringend ausbauwürdig", heißt es im Zustandsbericht, der das in der Behördensprache schärfste Urteil spricht: " insgesamt abgängig". Die Fahrbahn, Parkstreifen und Gehweg seien dringend " neu zu ordnen, damit die Verkehrssicherheitspflicht gewährleistet ist". Damit habe die Stadt gar keine andere Wahl, sagte Ortsbürgermister Werner Knost. Sie sei gesetzlich verpflichtet, Gefahrenstellen zu beseitigen.

Die Straßenprüfer haben überall Mängel festgestellt. Die Fahrbahn hat Risse, die Einfassung mit Naturbordsteinen ist versackt und uneben, die Zustand der Seitenbereiche " absolut nicht mehr tragbar", die Entwässerung unzureichend. Die Straße ist nicht mehr zu reparieren, sie muss komplett erneuert werden, sagen die Fachleute.

Wenn schon die Straße aufgerissen werde, so Anlieger Udo Manske, dann müsse auch die Kanalisation überprüft werden. Die Kanäle seien 50 Jahre alt. Er befürchtet, dass in ein paar Jahren die Bagger erneut anrücken müssen. Manske fasst die Forderung der Anlieger zusammen: Wenn die Kanalisation erneuert werden muss, dann werden die Anlieger ohne Murren ihren Anteil am Straßenausbau zahlen. " Halben Kram" oder " Schönheitsreparaturen" lehnten die Bürger ab.

Entwürfe für den Ausbau der Lassallestraße gibt es noch nicht. Erst wenn der Stadtentwicklungsausschuss grundsätzlich beschließen sollte, die Straße zu erneuern, beginnt die Planungsarbeit. Die Stadt kalkuliert grob mit Kosten von 230 000 Euro. Unklar ist, wie teuer es für die Anlieger wird. Mancher befürchtet, mit einer fünfstelligen Euro-Summe herangezogen zu werden.

Der Ortsrat fordert eine halbwegs verlässliche Kostenschätzung, um die Bürger genauer informieren zu können. " Wir reden uns hier die Köpfe heiß und am Ende geht es vielleicht nur um 500 Euro pro Haushalt", sagte Reinhard Grafe (SPD). (hin)

DIE LASSALLESTRASSE in Lüstringen soll ausgebaut werden, doch die Anlieger sind dagegen. Sie müssten einen Teil der Kosten übernehmen. wnsKfOSHBT foio: Jorn Martens

Autor:
hin


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