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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
"Extra den Wettbewerb ausgelobt, damit wir das Gerümpel loswerden"
Zwischenüberschrift:
Ausschuss entrüstet: jetzt doch Blumenkübel für die Große Straße?
Artikel:
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Originaltext:
" Extra den Wettbewerb ausgelobt, damit wir das Gerümpel loswerden"

Ausschuss entrüstet: Jetzt doch Blumenkübel für die Große Straße?

" Blumenkübel raus, Bäume rein!" So lautete eines der Hauptanliegen bei der Umgestaltung der Großen Straße. Doch die Stadt findet nicht genug Standorte. " Bäume ja, aber nicht vor meiner Tür!" sagen viele Geschäftsleute. Jetzt fordert das Osnabrücker Citymarketing (OCM) neue Blumenkübel. Ein Wunsch, der dem Stadtentwicklungsausschuss fast die Sprache verschlägt.

Nicht die alten achteckigen Betonkübel, sondern modernere, runde Pflanzgefäße möchten die im OCM zusammengeschlossenen Kaufleute aufgestellt sehen, um dem " sich recht trist darstellenden Bereich der Großen Straße zwischen Georgstraße und Neumarkt" mehr Farbe zu geben. Das hat der OCM-Vorsitzende Dieter Rauschen kürzlich dem Oberbürgermeister vorgetragen.

An etwa 15 Kübel sei gedacht, so wie sie im vergangenen Jahr für die Entente Florale aufgestellt wurden. Und das auch nicht auf Dauer, sondern nur als Übergangslösung, bis weitere Bäume der Großen Straße ein neues Gesicht geben. Das Baudezernat hat inzwischen mitgeteilt, dass noch in diesem Frühjahr ein Baum vor dem Gebäude Meinders & Elsterrnann gepflanzt werden soll, zwei weitere in Höhe des Hauses Deutscher Ring könnten aber erst aufgestellt werden, wenn der Durchbruch zum geplanten Einkaufszentrum am Kamp abgeschlossen ist.

Im Stadtentwicklungsausschuss sorgte der OCM-Vorschlag für parteiübergreifende Entrüstung. CDU-Ratsherr Nikolaus Demann äußerte sich " sehr verwundert". Es sei doch wohl besser, die Wettbewerbsidee weiter zu verfolgen, meinte der Architekt. Er glaube nicht, dass die Große Straße durch Blumenkübel gewinne.

Schärfer drückte es der Ausschussvorsitzende Wolfgang Klimm (ebenfalls CDU) aus: " Wir haben extra den Wettbewerb ausgeloht, damit wir das Gerümpel loswerden!" Und nun komme es ganz ungeniert wieder zum Vorschein. In diesem Sinne äußerte sich auch der SPD-Politiker Ulrich Mus. Er sprach sich dafür aus, an zusätzlichen Bäumen festzuhalten und mit dem Osnabrücker Citymarketing die Standortfrage zu erörtern.

CDU-Ratsherr Heinz-Josef Klekamp setzte noch eins drauf: Wenn es nicht gelinge, gemeinsam mit dem Citymarketing die Baumfrage zu klären, entscheide die Stadt eben allein. Für diesen Vorschlag gab es allgemeine Zustimmung. (rll)

" BÄUME JA, ABER NICHT VOR MEINER HAUSTÜR", sagen viele Geschäftsleute in der Großen Straße. An dieser Stelle gab es jedoch keine Widerstände. Foto: Gert Westdörp
Autor:
rll


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