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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
300 Fotos aus der Zeit der Eisenbahn-Dinos
Zwischenüberschrift:
Lokführer Radßat und die Dampflokzeit in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
300 Fotos aus der Zeit der Eisenhahn-Dinos

Lokführer Radßat und die Dampflokzeit in Osnabrück

Als 16 jähriger Lehrling im Reichsbahn-Ausbesserungswerk Königsberg machte Hellmut Radßat seine ersten Eisenbahnfotos. Im Laufe der Jahrzehnte drückte er unzählige Male auf den Auslöser. Außerdem sammelte er alte Eisenbahnfotos. Aus dieser beachtlichen Sammlung zog er nun eine Auswahl von knapp 300 Bildern heraus. Unter dem Titel " Dampflokzeit in Osnabrück" veröffentlichte er seine auf Fotopapier gebannten Erinnerungen an die Zeit der Eisenbahn-Dinos.

Seinen ersten Fotoapparat, eine Agfa-Box, erwarb Radßat 1942 in der Tauschzentrale Königsberg im Tausch für ein paar Kinderschuhe. Er fotografierte an seinem Ausbildungsplatz und einige Aufnahmen rettet er über das Kriegsende hinweg.

Als Kriegsgefangener arbeitete er zunächst in einer Eisenbahnwerkstatt in Frankreich, kehrte 1949 nach Deutschland zurück und fing bei Hütteneisenbahn in Georgsmarienhütte an. Ein Jahr später wechselte er zur Deutschen Bundesbahn und begann eine Ausbildung zum Lokführer. 1955 war es soweit: Hellmut Radßat ging als Lokführer auf die Strecke, den Fotoapparat meist griffbereit im Gepäck.

Einige der Aufnahmen in dem neuen Band entstanden während seiner Fahrten in Norddeutschland und dem Ruhrgebiet. Fotos aus dem Führerstand, Bilder aus den Betriebswerken, Aufnahmen zum Teil sehr seltener Fahrzeuge. Zu Radßats Sammlung gehören aber auch Bilder anderer Fotografen und Zeichnungen aus der Anfangszeit der Eisenbahn in Osnabrück aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Herausgeber, aktiv in der Fotogruppe des Eisenbahnsozialwerks in Osnabrück, zeigt auch Bilder seiner Foto-Freunde, darunter unter anderem zahlreiche Aufnahmen von Ulrich Benckendorff.

Der von Radßat herausgegebene Bildband enthält aber, auch historische Lichtenberg-Fotos. Der bekannte Osnabrücker Bildchronist hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts Eisenbahnanlagen abgelichtet oder sie in der Bauphase fotografiert.

Das Gros der Aufnahmen stammt aus der Nachkriegszeit. Der Herausgeber zeigt die Männer, die mit den Maschinen arbeiteten, ebenso wie die Arbeitsbedingungen in den Osnabrücker Dampflok-Betriebswerken und an den Loks: Knochenarbeit, wie man sie sich 25 Jahre nach dem Ende der Darnpflokzeit im Computerzeitalter kaum noch vorstellen kann.

Auch das Ende dieser Ära wird in dem Band dokumentiert. Das letzte Dampflokbetriebswerk der Bundesbahn in Rheine gehörte zu Osnabrück. Im September 1977 ging die Ära hier zu Ende. Auch das zeigt das Buch: Loks mit dei Aufschrift " Letzte Fahrt", ausgeschlachtete Maschinen, ( Haufen von Lok-Bauteilen.

In dieser Zeit hatte Radßat schon die Idee, eine Fotodokumentation der Dampflokzeit in Osnabrück herauszugeben. Vor etwa drei Jahren begann er dann ernsthaft, das Vorhaben umzusetzen. Das Ergebnis ist jetzt für zehn Euro bei Bücher Wenner zu haben.( swa)

DIE SCHWERE GÜTERZUGLOK 50995 fotografierte Hellmut Radßat 1962 auf der Drehscheibe des Betriebswerkes Rangierbahnhof Osnabrück. Das Bild gehört zu den rund 300 Aufnahmen des neuen Fotobandes Dampflokzeit in Osnabrück.Foto: Hellmut Radßat

ALS RENTNER stellte Hellmut Radßat seine Fotos aus der Dampflokzeit in Osnabrück zusammen und veröffentlichte eine Auswahl.

ALS AKTIVER LOKFÜHRER stand Hellmut Radßat selbst mehrere Jahrzehnte lang im Führerhaus von Dampflokomotiven. Hier fährt er 1963 auf einer Schnellzuglok der Baureihe 03.
Autor:
swa


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