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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Anwohner fordern: Kein Baugebiet an der Bühlwiese
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Protest gegen Erweiterung des Flächennutzungsplans
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Anwohner fordern: Kein Baugebiet an der Bühlwiese

Protest gegen Erweiterung des Flächennutzungsplans

Anwohner der Bühlwiese machen gegen die Ausweisung eines neuen Wohngebiets in ihrer Nachbarschaft mobil. Nach den Plänen der CDU / FDP-Ratsmehrheit sollen südlich der vorhandenen Siedlung etwa 50 Einfamilienhäuser entstehen.

" Hier ist es wie auf dem Land", schwärmt Martina lnderwisch, " man merkt die frische Luft, man riecht es." Besonders für die Kinder in der Siedlung sei das Fleckchen am Rand der Wüste ein Paradies. Vor allem, weil es nebenan an der Limberger Straße noch Pferde, Schafe und Gänse gibt. Beim Blick auf dieses Idyll vergessen die Anwohner fast den Lärm der nahegelegenen Autobahn A 30.

Doch nun beunruhigt sie die Ankündigung der neuen Ratsmehrheit, den Flächennutzungsplan um 19 Baugebiete zu erweitern. Eine der vorgesehenen Flächen liegt südlich der Bühlwiese, westlich der Limberger Straße. Auf dem 25 000 qm großen Areal könnten nach Einschätzung der Planer etwa 50 Eigenheime entstehen. Jedenfalls, wenn die ökologischen Untersuchungen nicht dagegen sprechen, wie Franz Schürings vom Fachbereich Städtebau der Stadt Osnabrück erklärt. Gegenwärtig lägen aber noch keine konkreten Ergebnisse vor.

Obwohl die Bebauung noch gar nicht beschlossen und allenfalls Zukunftsmusik ist, wittert ein Grundstückseigentümer offenbar seine Chance. So wurde dem Nebenerwerbslandwirt Werner Nierychlo an der Limberger Strafte jetzt das Pachtverhältnis für Hof und Wiese fristlos gekündigt. Und das, obwohl der Vertrag eigentlich bis 2018 laufen sollte. Begründung: Der Pächter habe das Mauerwerk seines Schuppens nicht fristgerecht verfugt. Ein Vorwand, meint Werner Nierychlo, der sich an die Spitze der Protestbewegung gestellt hat.

Über 200 Unterschriften gegen das Baugebiet haben er und seine Mitstreiter in den vergangenen Wochen gesammelt. Nicht nur von Anwohnern, sondern auch von Spaziergängern, wie er betont. Denn das ländliche Gebiet, das von der Wüste, der Bahnlinie und der Autobahn begrenzt wird, zieht auch Erholung Suchende an.

Noch könnten hier Naturbeobachter auf ihre Kosten kommen, schwärmen die Unterschriftensammler. Zu den geschützten Tieren an der Bühlwiese zählen sie Molch und Blindschleiche, Eisvogel und Grünspecht, zu den Pflanzen Mädesüß, Sumpfdotterblume und Kuckuckslichtnelke. Da sind sich die Anwohner einig: " Wenn das hier zugebaut wird, ist es damit vorbei!" (rll)

EIN IDYLL am Rande der Wüste: Anwohner der Bühlwiese und der Limberger Straße wehren sich gegen die geplante Ausweisung eines Baugebiets.Foto: Elvira Parton

Autor:
rll


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