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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Mit Mut, sich mal zwischen die Stühle zu setzen
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Neue Leiterin des Kinderbüros hat viele Pläne und Ideen
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Mit Mut, sich mal zwischen die Stühle zu setzen

Neue Leiterin des Kinderbüros hat viele Pläne und Ideen

" Es ist eine spannende Aufgabe. Die Chance zur Spezialisierung wünschen sich viele aus der Basis." Elisabeth Willenborg freut sich auf eine neue Herausforderung. Seit kurzem ist sie Leiterin des Kinderbüros.

" Eine schwierige Entscheidung", sagt Jochen Weher, Leiter des Fachbereichs für Kinder, Jugendliche und Familien, beim Rückblick auf die Personalauswahl. Auf die Stelle von Christoph Heller, der nach zweijähriger Aufbauarbeit vom Kinderbüro in die Abteilung Kinder- und Jugendförderung gewechselt ist, hätten sich viele qualifizierte Interessierte gemeldet. Die Diplom-Sozialpädagogin Elisabeth Willenborg sei die Beste für den Job gewesen, der Streitfähigkeit verlange und den Mut, sich auch mal zwischen die Stühle zu setzen.

Die 38-jährige bringt viel Erfahrung mit. Nach ihrem Anerkennungsjahr im Ostbunker arbeitete sie zwölf Jahre im Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink in der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Derzeit nimmt sie am Mentoring-Programm der Stadt teil und bereitet dafür ein Projekt über Migrantinnen vor. Die Idee dazu kam durch ihre Mitgliedschaft im Verein Internationales Frauennetz. " Wenn ich schon früher gewusst hätte, dass ich ins Kinderbüro wechsle, hätte ich sicher ein Projekt über Kinder gemacht." Um Hellers erfolgreiche Aufbauarbeit für eine kinder-freundliche Stadt fortzusetzen, hat Willenborg, die zugleich Geschättstührerin der Kinderkommission ist, viele Pläne. So soll die Arbeit mit Familien, die für die Stadt aus Sicht von Eltern und Kindern Positives und Negatives melden, ausgebaut werden. Die Kinderbriefkästen an den 30 Osnabrücker Grundschulen will die neue Leiterin nutzen, um noch gezielter Meinungen

Auf Wunsch drei neue Zebrastreifen in Haste

von Jungen und Mädchen einzuholen: " Vielleicht in Form einer Umfrage."

Die Kinderrechte sind ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit. Vor allem möchte sie die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen bei den Betroffenen selbst bekannter machen. Wichtig ist Elisabeth Willenborg eine größere Beteiligung von Kindern, nicht allein bei Spielplätzen. Auch in die Planung des Nahverkehrs und des Wohnumfeldes sollten Kinder verstärkt einbezogen werden.

Auf diesem Gebiet hat sie eine Spezialistin zur Seite: Karin Wank. Die Diplom-Pädagogin arbeitet seit der Eröffnung des Kinderbüros in der Einrichtung an der Großen Gildewart, zunächst als Honorarkraft, jetzt auf einer befristeten Stelle. Derzeit absolviert sie eine Ausbildung des Landes für Kinder- und Jugendbeteiligung.

Umgesetzt hat Karin Wank ihre Erfahrungen schon bei Spielplatzplanungen und mit dein Verkehrsprojekt Haste, bei dem Kinder ihre Verbesserungsvorschläge einbringen - die dann auch umgesetzt werden. So sollen in Haste zum Beispiel drei neue Zehrastreifen entstehen, die Kinder nach Wanks Auskunft als sicherer empfinden als Mittelinseln oder Bedarfsampeln.

Die Beteiligungsexpertin hat noch weitere Pläne, unter anderem Stadtteilerkundungen, bei denen Kinder mit Einrichtungen wie Gemeinschaftszentren oder Bibliotheken vertraut gemacht werden, die sie auf eigene Faust nicht besuchen würden.

Karin Wanks Stelle läuft aber Mitte Juli aus. Der Jugendhilfeausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung mit der personellen Besetzung des Kinderbüros beschäftigen. Als " Einzelkämpferin" könnte die neue Leiterin nicht viel bewirken. " Zwei Stellen sind unbedingt notwendig", betont Fachbereichsleiter Weber. (S.)

EIN TEAM MIT FREUDE an der Arbeit: Die neue Leiterin des Kinderbüros Elisabeth Willenborg (rechts) und Karin Wank, Spezialistin für Kinder- und Jugendbeteiligung. Das Kinderbüro in der Großen Gildewart 31 ist unter Telefon 20239999 zu erreichen.Foto: Elvira Parton
Autor:
S.


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