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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Auf Fischjagd für lebendigere Bäche
Zwischenüberschrift:
Neues Schutzprogramm für Fließgewässer im Stadtgebiet angelaufen
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Originaltext:
Auf Fischjagd für lebendigere Bäche

Neues Schutzprogramm für Fließgewässer im Stadtgebiet angelaufen

Das Wasser spielte in Osnabrück schon stets eine wichtige Rolle. Neben Hase, Nette oder Düte gibt es noch zahlreiche andere Bäche oder kleine Flüsse, ein dichtes Netz von Gewässern, von denen einige Zulaufe der Hase sind. Im April wurde die Umsetzung eines Schutzprogramms für diese Fließgewässer beschlossen, und in diesem Sommer laufen nun erste Bestandsaufnahmen. Dabei soll in einem ersten Schritt geprüft werden, wie es um den Fischbestand in den Gewässern bestellt ist.

Der Huxmühlen-Bach beispielsweise wurde bereits vor etwa fünf bis sechs Jahren " revitalisiert", also in einen ursprünglicheren Zustand zurückversetzt. Hier soll die Bestandsaufnahme zeigen, ob sich die Artenvielfalt im Bachlauf seither erhöht hat. Geprüft wird dies vom " Büro für Gewässerökologie, fischereiliche Studien und Landschaftsplanung", das seinen Sitz in Osnabrück hat.

Friedel Hehmann, Gutachter des Büros, arbeitet dafür mit einer besonderen Methode der Fischerei, der " Elektrobefischung". Ausgerüstet mit einem Fischernetz geht er auf die Suche, sein Equipment hängt über seinen Schultern. Eine Batterie sorgt für Strom, ein Kasten ist der Plus- und einer der Minus- Pol. Geraten die Fische in das leichte elektrische Feld, werden sie kurzzeitig betäubt können danach aber wieder ohne Beeinträchtigung in den Bach zurückgeworfen werden. Zwei Mitarbeiterinnen, Praktikantinnen der Fachhochschule für Landschaftsentwicklung, protokollieren genauestens jeden Fisch, wie zum Beispiel den seltenen Steinbeißer. " Eine stark gefährdete Art", erklärt Friedel Hehmann.

Nicht nur das Wiesensystem des Huxmühlen-Baches, sondern alle anderen dem Programm angeschlossenen Gewässer sollen auf diese Weise untersucht werden. Dies sind die Hase, Düte, Nette, der Wilkenbach, Sand-forter Bach, Goldbach, Sandbach sowie der Belmer Bach

mit dem Seibach. Nach der Prüfung des Fischbestands werden weitere folgen: Auch Gewässergüte oder Pflanzen werden untersucht.

Wenn dann im Jahre 2003 alle Untersuchungen abgeschlossen sind, wird ein Zielkatalog mit weiteren Maßnahmen erstellt werden. Er soll zeigen, wo noch weiter Revitalisierung betrieben werden kann, wo, beispielsweise, noch weitere Fische ausgesetzt werden müssen.

Umgesetzt wird das Fließgewässer-Schutzprogramm vom Fachdienst Konzeptioneller Umweltschutz. " Osnabrück hat halt sehr viel mit Wasser zu tun", betont Dr. Werner Veltrup vom Fachdienst, " das ist aber den meisten Bewohnern nicht so präsent".

Die ersten Renaturierungs-Maßnahmen scheinen von Erfolg gekrönt. Vom Huxmühlenbach jedenfalls zeigte sich Friedel Hehmann recht angetan. " Das Wasser", so der Gutachter, " hat jetzt eine gute Qualität." (ta)

FRIEDEL HEHMANN BEI DER ELEKTOBEFISCHUNG, die den Fischen kein Leid zufügt - bis auf einen kleinen, betäubenden Stromstoß. Seine Mitarbeiterinnen protokollieren genauesten jeden Fisch Foto: Elvira Parton
Autor:
ta


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