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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
GVZ-Gelände soll für Wohnhäuser genutzt werden
Zwischenüberschrift:
CDU-Vorstoß - "Millionen versenkt"
Artikel:
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Originaltext:
Wenn es nach der CDU geht, wird sich die Stadt wohl offiziell von den Plänen für ein Güterverkehrszentrum verabschieden. Die Christdemokraten wollen jedenfalls einen großen Teil der Fläche für Wohnbebauung nutzen.

Das teilte der finanzpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Heinz-Josef Klekamp, mit. In der Gesellschafterversammlung der Osnabrücker Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft (OGE), deren Vorsitzender er ist, habe er den Vorstoß unternommen, die fragliche Fläche umzuwidmen. Die OGE-Geschäftsführung soll mit einem entsprechenden Prüfwunsch an die Stadt herantreten. Klekamp kündigte an, er bereite zugleich einen entsprechenden Antrag für die Ratssitzung im April vor.

Es handelt sich seinen Angaben zufolge um eine Fläche von rund 42 000 Quadratmetern, die ganz zur Bebauung zur Verfügung stehen würde; Zuwegungen etwa und Lärmschutzmaßnahmen wären dabei bereits herausgerechnet. Nach vorsichtigen Kalkulationen der CDU bietet das Gebiet Platz für mindestens 100 bis 150 Wohneinheiten, je nach Grundstücks- und Hausgröße.

Vage sind bislang auch die Schätzungen zum Quadratmeterpreis, den Bauherren dann zu entrichten hätten. Klekamp sprach von gut 150 Kuro (300 Mark), betonte jedoch, dass detaillierte Untersuchungen erst noch angestellt werden müssten.

Die für den Wohnbau ins Auge gefasste Fläche südlich von Gut Honeburg liegt direkt an der B 68, dem Zubringer zur Autobahnanschlussstelle Osnabrück-Nord, und grenzt an die Sportanlage Ecke B 68 / Fürstenauer Weg. Die vom Zubringer für das angedachte Wohngebiet ausgehende Lärmbelästigung hält Klekamp für beherrschbar.

Mit der Ausweisung dieses neuen Baugebietes würde die CDU mehrere Wahlversprechen erfüllen, betonten Klekamp und sein Fraktionskollege Prof. Dr. Rainer Tenfelde. Zum einen würde Wohnraum für junge Familien geschaffen, zum anderen ein wichtiger Beitrag zur Sanierung der städtischen Finanzen geleistet. Zwar gehe die Rechnung mit Sicherheit nicht ganz auf, so Tenfelde: Dem erhofften Grundstückserlös von vielleicht gut sechs Millionen Euro (zwölf Millionen Mark) stehe ein Kaufpreis für das GVZ-Gelände von 35 Millionen Mark - " zuzüglich mindestens 10 Millionen Mark, die an Zinsen versenkt wurden". Es sei aber höchste Zeit, sich " von dem Millionengrab zu verabschieden".

Die CDU betrachtet die GVZ-Pläne damit offenbar als gescheitert. Grund dafür sei die Hinhaltetaktik und " Unlust" der Bahn, die notwendige Umschlaganlage zu errichten, so Tenfelde.

Den letzten Anstoß für das Umschwenken auf Wohnbehauung habe die Auskunft gegeben, dass es auf absehbare Zeit keinen ernsthaften Interessenten für die ursprünglich angestrebte Nutzung gebe. Mit einem habe es zwar " lockere Gespräche" gegeben, vor 2004 wolle er jedoch von dem Projekt nichts wissen.

Tenfelde und Klekamp machten allerdings keinen Hehl aus ihrer Überzeugung, dass das Projekt von Anfang an unrealistisch gewesen sei. Die Stadt habe die Flächen vom Baron Ostman von der Leye viel zu teuer erworben. Tenfelde: " Ein Irrsinn, dass die Stadt den Preis akzeptiert hat." Speditionen, die sich hätten ansiedeln wollen, hätten sich dies gar nicht leisten können.

Mit dem Abrücken von den GVZ-Plänen wird laut Klekamp auch die Verlegung des Sportgeländes am Fürstenauer Weg unnötig. Die Umsiedlung sollte seinen Angaben zufolge sechs Millionen Mark kosten. (hs)

UNMITTELBAR am Zubringer zur Autobahnauffahrt Osnabrück-Nord liegt das Gelände, das nach Ansicht der CDU für eine Wohnbebauung freigegeben werden sollte.Foto: Jörn Martens

Autor:
hs


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