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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Die Heizung schluckt nur ein Fünftel der Energie
Zwischenüberschrift:
Innovatives Projekt: Reihenhäuser an der Wiesenbachstraße
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Die Heizung schluckt nur ein Fünftel der Energie

Innovatives Projekt: Reihenhäuser an der Wiesenbachstraße

Ein Niedrigenergiehaus ist gut, ein Passivhaus ist besser. Bei dieser Bauweise macht die von Haushaltsgeräten, Glühbirnen und sogar Menschen abfallende Wärme die Heizung schon fast überflüssig. In einem kleinen Hof an der Wiesenbachstraße ist jetzt eine Passivhausreihe entstanden - die erste im norddeutschen Raum. Mit einem umfangreichen Paket innovativer Haustechnik.

Während in Osnabrück noch immer über erhöhte Wärmeschutzanforderungen für Neubauten gestritten wird, hat das Planungsbüro LWi an der Wiesenbachstraße Tatsachen geschaffen. Auf einem ehemaligen Firmengelände entstanden in zweiter Baureihe sechs Häuser, die mit ausgefeilter Wärmedämmung und Lüftungstechnik pro Jahr maximal zwölf Kilowattstunden Wärme pro qm verbrauchen sollen. Selbst die gerade in Kraft getretene Energiesparverordnung des Bundes zielt noch auf das Fünffache dieses Werts ab.

Auf jedem Hausdach fangen Kollektoren die Sonnenwärme ein, unter jedem Keller liegt ein dickes Kunststoffrohr, das die Erdwärme (10 Grad C) an die Lüftungszentrale weitergibt. Das reicht für die meisten Tage des Jahres aus. Wenn sibirische Kälte nach Osnabrück strömt, sorgt eine Brennwerttherme für den Restbedarf an Wärme.

Stahlrahmenbauweise und Zinkdächer

Jedes Haus ist mit einer winddichten Außenhülle versehen, damit die kontrollierte Lüftung funktioniert, alle Räume mit frischer Luft und zugleich mit Wärme versorgt. Anders als bei bisher realisierten Passivhäusern in Osnabrück entschied sich der federführende Planer Lutz Igelmann nicht für eine Holzrahmenbauweise, sondern für ein Grundgerüst aus Stahlträgern.

Bei der Ausgestaltung ihrer Wohnungen erhielten die Käufer Beistand von einer professionellen Innenraumplanerin, mit der sie gemeinsam festlegten, welche Boden- und Wandbeläge verwendet werden und wo Steckdosen oder Lampen anzubringen sind. Der maßgebliche Planer Lutz Igelmann legte neben der Funktionalität Wert auf architektonische Stimmigkeit. So wurden die Dächer aus gestalterischen Gründen mit Titanzinkblechen gedeckt.

Das Regenwasser fließt nicht in die Kanalisation, sondern versickert auf dem Grundstück. Die befahrbaren Flächen sind mit Rasengittersteinen gepflastert, um eine Versiegelung zu verhindern. Noch vor drei Jahren war das anders, weil die alte Halle fast den gesamten Hof einnahm. Von den sechs Reihenhäusern sind inzwischen zwei bewohnt, zwei weitere sind verkauft und zwei noch zu haben. (rll)

EIN MINIMUM AN ENERGIE schlucken diese sechs Reihenhäuser in Passivbauweise an der Wiesenbachstraße. Foto: Gert Westdörp
Autor:
rll


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