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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Neues Leben im Güterbahnhof: Ein Platz zum Wohnen und Arbeiten?
Zwischenüberschrift:
Zwei FH Diplomanten und ihre Ideen rund um eine Ringlockschuppen Arena
Artikel:
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Originaltext:
Neues Leben im Güterbahnhof: Ein Platz zum Wohnen und Arbeiten?

Zwei FH-Diplomanden und ihre Ideen rund um eine Ringlokschuppen-Arena

Der Ringlokschuppen als Halle für Großveranstaltungen - diese Idee haben Katja Rünzi und Jens Claaßen zum Aufhänger für ihre Diplomarbeit gewählt. Die beiden frisch gebackenen Landschaftsarchitekten schlagen für den angrenzenden Güterbahnhof eine gemischte Nutzung vor, in der auch Handwerksbetriebe, ein Hotel und sogar Wohnungen ihren Platz haben.

Nach den Vorstellungen der Stadt soll der Güterbahnhof in ein Gewerbegebiet umgewandelt werden. Über die Gestaltung des 15 Hektar großen Areals gibt es jedoch nur vage Vorstellungen. Eine Herausforderung für Katja Rünzi (27) und Jens Claaßen (30), dem planerischen Niemandsland hinter dem Hauptbahnhof ein Gesicht zu geben. Ihre Diplomarbeit im Fachgebiet Landschaftsarchitektur, betreut von Prof. Edgar van Schayck und Stadtbaurat Jörg Ellinghaus, nimmt Rücksicht auf Zielvorstellungen der Stadt. Dazu gehört die Eisenbahnkurve für die OS-Bahn ebenso wie das Terminal-Ost am Hauptbahnhof, die Frankenstraße wird auf die andere Seite des Bahndamms verlegt und der Verkehr über einen Kreisverkehr geführt.

Dreh- und Angelpunkt des Entwurfs ist der Ringlokschuppen, dessen C-förmiger Grundriss durch gläserne Anbauten zu einem geschlossenen " O" abgerundet wird. 7 000 bis 8 000 Zuschauer sollen in dieser Arena Platz finden, für Open-Air-Veranstaltungen kann das Dach entfernt werden. Jedenfalls, wenn es nach Katja Rünzi und Jens Claaßen geht.

Die beiden Diplomanden haben ihre Konzeption vom Lokschuppen aus entwickelt, der Titel ihrer Arbeit heißt denn auch vielversprechend " Lokruf". Sternförmig ziehen sich Grünachsen und Wege von diesem Ort durch das Gelände. Ein Parkhaus mit 300 bis 400 Stellplätzen steht dem Lokschuppen als größter Komplex gegenüber. Es schließt sich eine gemischte Gewerbefläche an, die emissionsarmen Betrieben, etwa Tischlereien, vorbehalten sein soll.

Nicht nur das Arbeiten, sondern auch das Wohnen sollte auf dem Gelände möglich sein, meinen Katja Rünzi und Jens Claaßen. Eine Auffassung, die bei manchen Gesprächspartnern für Verwunderung gesorgt hat. Das Verfasser-Team ist aber fest überzeugt, dass der alte Güterbahnhof nur so mit Leben erfüllt werden kann. Um ihre These zu untermauern, haben die beiden sogar den Lärm der vorbeifahrenden Züge gemessen. Kein Problem, sagen sie, das Wohnquartier sei im Zentrum " idyllisch leise".

Die alten Güterhallen sollen deshalb nicht komplett abgerissen werden, sondern zum Teil für Wohnzwecke oder als Ateliers hergerichtet werden. In der Flucht der schon demontierten Gleise schließen sich Stadtvillen an, die mit ihren Tonnendächern an Waggons erinnern sollen. Um den Bezug zum Güterbahnhof nicht zu verbauen, wollen die beiden Landschaftsarchitekten hier und dort einen Prellbock, einen Kran oder eine Mauer erhalten.

Zur Konzeption gehört außerdem ein Gebäuderiegel entlang der Bahnstrecke Osnabrück-Hannover, der auch als Lärmschutz dienen soll. In diesem Riegel könnten Agenturen, Service- und Medienbüros untergebracht werden. Etwas weiter südlich möchte das Duo Rünzi / Claaßen ein Hotel mit 120 Zimmern ansiedeln.

Aber nicht das ganze Gebiet soll zugebaut werden. Den östlichen Teil ihres Gleisdreiecks haben die beiden Diplomanden in ihrem Entwurf naturnah belassen - als " grünen Puffer", wie sie es nennen. (rll)

NEUE WEGE FÜR DEN GÜTERBAHNHOF zeigen Katja Rünzi und Jens Claaßen auf: Der Ringlokschuppen (das Oval oben links) als Veranstaltungshalle, dazu ein Mischgebiet mit Parkhaus und Hotel, Handwerksbetrieben und Wohnhäusern.Foto: Gert Westdörp
Autor:
rll


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