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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Das Grabeland wird Freizeitland
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Leichtathleten melden Wünsche für Zentrale Sportanlage in Gretesch an
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Das Grabeland wird Freizeitland

Leichtathleten melden Wünsche für Zentrale Sportanlage in Gretesch an

425 000 Mark (217 571 Euro) warten darauf, für eine neue Sportanlage auf dem Grabeland in Gretesch ausgegeben zu werden. Das Geld steht im Haushalt bereit, die Pläne reifen aber erst allmählich.

Jörg Schirmbeck vom Sportamt der Stadt stellte dem Ortsrat Darum / Gretesch / Lüstringen den Entwurf vor. Auf dem ehemaligen Kleingartengelände an der Sandforter Straße soll ein Sport- und Freizeitgelände entstehen, das Fun- und Vereinssportler gleichermaßen nutzen können. Geplant sind ein Rasenplatz, ein Kunststoffspielfeld und ein aspaltiertes Streetballfeld. Ein Kunststoff-Kleinfeld im nördlichen Abschnitt steht zwar auch im Plan, ist im ersten Bauabschnitt aber nicht finanzierbar. Der Boden, der beim Bau übrig bleibt, soll im südlichen Abschnitt zu einem Rodelhügel mit BMX-Strecke aufgeschüttet werden.

Die Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Osnabrück, die auf der Zentralen Sportanlage Gretesch in den vergangenen Jahren Wettkämpfe mit den Spitzenstars der deutschen Leichtathletik veranstaltete, schlägt vor, die Mehrzweckfläche im Süden um zwei Weitsprunggruben und eine Stabhochsprunganlage nach internationalem Standard zu ergänzen. Wünschenswert seien darüber hinaus Diskus-und Hammerwurfringe am neuen Großspielfeld.

Jörg Schirmbeck bewertete die Wünsche der Leichtathleten als " durchaus verständlich und nachvollziehbar". " Gretesch ist wieder ein Name in Niedersachsen", so Schirmbeck. Der Haken: Die zusätzlichen Kosten lägen nach seinen Angaben bei 64 000 Euro.

Die SPD-Fraktion im Ortsrat wurde von dieser Schätzung überrascht. Ursprünglich war von zusätzlichen Kosten in Höhe von etwa 50 000 Mark die Rede gewesen. Die SPD zog flugs einen Antrag zurück, mit dem sie den Leichtathleten Rückenwind geben wollte. Auch die CDU-Ortsratsmitglieder ließen ihre Skepsis erkennen. Die Kosten waren es nicht allein: Peter Mithöfer-Kuhr (SPD) kritisierte, dass eine hochwertigere Leichtathletik-Anlage abgeschlossen werden müsste und die Sportflächen dadurch nicht mehr permanent für die Öffentlichkeit zugänglich wären. Ein wichtiger Baustein des Konzeptes sei aber gewesen, eine Funsportanlage für junge Leute zu bauen, um den Jugendlichen einen Treffpunkt zu bieten.

Jürgen Bußmann, Vorstandsmitglied der TSG Burg Gretesch, bemüht sich, diese Bedenken zu zerstreuen. Er wies gestern auf Anfrage darauf hin, dass das Sportgelände - insbesondere das asphaltierte Streetballfeld - frei zugänglich bleiben soll. Auch wenn das künftige Mehrzweckfeld umzäunt werde, werde es " als Sportplatz der offenen Tür geführt", so Bußmann. Die TSG Burg Gretesch hat vor wenigen Jahren aus eigener Tasche 200 000 Mark für den Neubau der Kunststofflaufbahn aufgebracht. Die Kosten waren zwischen Stadt und Verein geteilt worden.

Anton Siemer, sportlicher Leiter der LG Osnabrück und Organisationsleiter der Gretescher Leichtathletik-Meetings, hält die Kostenschätzung des Sportamtes für zu hoch gegriffen. Die LG sei bereit, Eigenleistungen zu erbringen, die in der Kalkulation bisher nicht berücksichtigt worden seien. Die Stadt habe die Chance, " mit vergleichsweise geringen Mitteln" die Qualität der Anlage zu verbessern, Osnabrück als Standort " für den werbewirksamen Imagefaktor ' Leichtathlet´ sehe Top-Veranstaltung zu stärken und Jugendlichen eine attraktive Alternative zur Straße zu bieten, sagte Siemer.

Am 17. Januar nimmt sich die Arbeitsgemeinschaft Sportförderung des Themas an. In dieser Runde sitzen Vertreter des Sportamtes mit den sportpolitischen Sprechern der Ratsfraktionen zusammen, um über alle Fragen des Sports und Sportstättenbaus in der Stadt zu beraten. (hin)

DAS GRABELAND in Gretesch neben der Zentralen Sportanlage könnte bald so aussehen. Im Haushalt stehen 425 000 Mark (217 571 Euro) bereit.
Autor:
hin


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