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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Mehr Unfälle und Staus bis in die City
Zwischenüberschrift:
Fip gegen die Verlegung der Autobahnumleitung von Lotte nach Osnabrück
Artikel:
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Originaltext:
Mehr Unfälle und Staus bis in die City

Fip gegen die Verlegung der Autobahnumleitung von Lotte nach Osnabrück

Der Optimismus in Lotte, die ungeliebte Autobahnumleitung für die A 1 auf Osnabrücker Stadtgebiet wegdrücken zu können, ist offenbar verfrüht. Die Stadt hat Mitspracherecht, und die Bezirksregierungen schalteten sich nur ein, wenn sich die beteiligten Kommunen nicht auf einen Kompromiss einigen können.

Das erklärte Herma Heyken, Sprecherin der Bezirksregierung Weser-Ems, gestern auf Anfrage.In der vergangenen Woche hatte Stefan Salzbrunn (Grüne), stellvertretender Bürgermeister von Lotte, bei einer Parteiversammlung in Alt-Lotte die Verlegung auf Osnabrücker Stadtgebiet als ausgemachte Sache dargestellt. Die Osnabrücker Verwaltung spiele in dieser Angelegenheit keine Rolle mehr, diese Ansicht vertrat Salzbrunn. Thomas Giebel von der Lotter SPD-Ratsfraktion kritisierte unterdessen den Steinfurter Bundestagsabgeordneten Karl-Josef Laumann (CDU), und Salzbrunn und äußerte Verständnis für die Osnabrücker Abwehrhaltung:

" Wer sich übergangen fühlt, stellt sich auf die Hinterbeine."

In Osnabrück steht das Thema auf der Tagesordnung der Ratssitzung am nächsten Dienstag, 22. Januar. Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip hat sich nachdrücklich gegen eine Verlegung so genannter Bedarfsumleitungen für die Autobahn A 1 zwischen den Anschlussstellen OS-Hafen und - Nord auf städtisches Gebiet ausgesprochen.

In einem Schreiben an die Bezirksregierung Münster brachte er seine wichtigsten Argumente vor. Das größte Problem sieht Fip bei der Pagenstecherstraße, wo der umgeleitete Verkehr auf einer Abbiegespur schnell einen Rückstau erzeugen würde. Schon jetzt gebe es Stausituationen in beide Richtungen " mit entsprechend erhöhtem Unfallgeschehen". Eine zusätzliche Bedarfsumleitung würde die Unfallhäufigkeit nach Ansicht Fips drastisch erhöhen und hätte auch Konsequenzen für den inneren Ring, wo der Verkehr schon jetzt regelmäßig zusammenbreche. Fip befürchtet zudem, dass sich ein wesentlicher Teil des Umleitungsverkehrs direkt in die Innenstadt verlagert, wo es dann ebenfalls zu Staus kommen würde.

Der OB betont, aus städtischer Sicht müssten die bestehenden Bedarfsumleitungen baulich verbessert werden, um das Verkehrsaufkommen möglichst gut bewältigen zu können.

Das ist auch die Position des Bürgerforums Atter. Denn die Folgen der Umleitungen würden auch für die Bürger in Atter und Atterfeld spürbar. Der Verkehr suche sich schon jetzt seinen Weg besonders über die Leyer Straße und Birkenallee zur Auffahrt Gaste, obwohl die Durchfahrt für Lastwagen über 7, 5 Tonnen nicht erlaubt ist. Dennoch werde die Strecke auch von Brummis immer wieder als " heimliche Umgehung" genutzt, so das Bürgerforum.

Dessen Sprecher Peter Thiel wertet die Aussagen der westfälischen Politiker Karl-Josef Laumann (CDU) und Stefan Salzbrunn als Wahlkampf-Propaganda: " Es ist leichter, jetzt den Schwarzen Peter der Stadt Osnabrück aufzubürden, als sich selbst Gedanken zu machen, wie man das Problem vor Ort lösen kann." Thiel favorisiert eine Umgehung der Bauerschaft Halen, die derzeit das Nadelöhr ist.

Diese Variante scheiterte allerdings bislang, weil Eigentümer die nötigen Flächen nicht verkaufen wollen. Über die Autobahnumleitungen wird der Verkehr etwa bei Vollsperrungen oder Staus von der Autobahn abgeleitet. In der Diskussion ist seit einiger Zeit, eine oder sogar beide Bedarfsumleitungen (U 1 und U 64) über städtisches Gebiet zu führen. Bislang laufen die Umleitungsstrecken durch Lotte. (swa/ hs)
Autor:
swa, hs


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