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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Farbkiste für den Künstler
Zwischenüberschrift:
Jubiläum: 75 Jahre Heintzmann
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Farbenkiste für den Künstler

Jubiläum: 75 Jahre Heintzmann

In den Goldenen Zwanziger Jahren öffnete Ludwig Heintzmann zum ersten Mal seine Farbenkiste im Mittelpunkt Osnabrücks. Heute vor genau 75 Jahren kam zum ersten Mal Kundschaft in das Geschäft in der Stubenstraße, Heintzmanns Farbenkiste ist aus dem Malerbetrieb von Georg Heintzmann hervorgegangen. Er hat auf Wunsch seiner Kunden Farbe angerührt, wenn diese ihre Wohnung verschönern wollten. Seinen Sohn Ludwig, der zusammen mit Erich Maria Remarque Messdiener war, schickte er auf die Kunstgewerbeschule nach Hannover. Dort entdeckte dieser sein Interesse für die Kunst. Als er gemeinsam mit seiner Frau Maria 1926 das Geschäft gründete, stand der Künstlerbedarf im Vordergrund.

Seitdem decken sich Osnabrücker Künstler bei Heintzmann mit allem Nötigen ein. Sogar der berühmte Designer Colani war Kunde der Farbenkiste. Er suchte und fand einen elektrischen Anspitzer.

Im vergangenen Jahr wurde das Gebäude von Heintzmanns Farbenkiste komplett neu gebaut. Die Glasfassade gibt dem Geschäft einen modernen und hellen Anstrich. Das alte Haus stand zum Teil noch auf dem Schutt, den die Bomben des Zweiten Weltkriegs übrig gelassen hatten. Sie zerstörten auch die Farbenkiste beim ersten Luftangriff auf Osnabrück im Jahre 1942.

Diese schwere Zeit hat auch Annelore Vallo miterlebt. Sie leitet das Geschäft seit 1958, nachdem sie es von ihrer Mutter übernommen hat. An ihrer Seite steht seit 20 Jahren ihr Sohn Markus.

Seit dem Ende des Krieges hat Heintzmann 50 Auszubildende ausgebildet. Markus Vallo legt Wert darauf, dass seine Kunden vernünftig beraten werden. " Aus den Augen, aus dem Sinn, kann nicht unsere Devise sein", sagt er.

Für seine Kunden hält Markus Vallo heute ein Glas Sekt bereit. In der Jubiläumswoche bietet er jeden Tag Workshops für Kunstinteressierte an, die zum Beispiel mit Perlen basteln oder sich in die Geheimnisse der Aquarellmalerei einführen lassen wollen. Auf denjenigen, der mit dem ältesten Kaufbeleg von Heintzmanns Farbenkiste in das Geschäft kommt, wartet eine Überraschung im Hause. (tw)

IN DEN ZWANZIGER JAHREN des vergangenen Jahrhunderts sah das Geschäft in der Stubenstraße noch anders aus. Georg Heintzmann (2. von links) führte damals noch den Malereibetrieb. Erst sein Sohn Ludwig (ganz links) machte daraus die Farbenkiste. Foto: privat
Autor:
tw


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