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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Neues Bauen auf dem denkmalgeschützen Kasernenhof
Zwischenüberschrift:
Architektenwettbewerb: FH Osnabrück plant ein Hörsaal- und Seminargebäude
Artikel:
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Originaltext:
Neues Bauen auf dem denkmalgeschützten Kasernenhof

Architekten Wettbewerb: Fachhochschule Osnabrück plant ein Hörsaal- und Seminargebäude auf dem Gelände der Caprivikaserne

Die Fachhochschule Osnabrück wächst und hat deshalb weiteren Raumbedarf: Ein neues Hörsaal- und Seminargebäude für die Wirtschafts und Verwaltungswissenschaften soll auf dem Gelände der Caprivikaserne entstehen. Gestern wurden die Ergebnisse eines Architekten-Wettbewerbs vorgestellt.

34 Architekturbüros aus dem In- und Ausland haben sich einer ungemein diffizilen Aufgabe unterzogen: Auf dem Gelände der Caprivikaserne ein neues und zusätzliches Hörsaal- und Seminargebäude für die Fachhochschule zu planen. Schwierig deshalb, weil einerseits die denkmalgeschützten Fassaden der vor 100 Jahren im Neorenaissance-Stil errichteten Altbauten respektiert werden mussten, andererseits die vorgesehene Fläche am westlichen Ende des alten Exerzierplatzes wie eine Bastion mit wohl fünf Meter hohen Terrassenmauern nach Südwesten abgeschlossen ist.

Deshalb hatten bei diesem begrenzt offenen Realisierungswettbewerb auch Denkmalschutz, Landschafts- und Stadtplaner ein gehöriges Wort mitzureden. Aus den eingereichten Entwürfen hat das Preisgericht mit Stadtbaurat Jörg Ellinghaus und FH-Präsident Prof. Erhard Mielenhausen an der Spitze jetzt seine Auswahl getroffen: Einstimmig wurde der Entwurf des Stuttgarter Büros " Jockers Architekten" auf Platz eins gesetzt und soll nun auch realisiert werden.

Die Sichtachsen bleiben erhalten

Das Büro Jockers schlägt in seinem Entwurf vor, die Stützmauer entlang der Caprivistraße bis zur nördlichen Begrenzung durch die Front der alten Kasernenbauten aufzugeben und stattdessen ein mehrfach durch Lichthöfe gegliedertes Untergeschoss inöstlicher Richtung in den Exerzierplatz hineinzulegen. Darauf würde dann ein aufgeständerter dreigeschossiger Querriegel als neuer Abschluss des Kasernenareals gesetzt. Die südliche Kante des Geländes bleibt frei, um die städtebaulich wichtige Sichtachse nicht zu stören.

Das Untergeschoss (Souterrain des Appellplatzes) umfasst 1 499 Quadratmeter, vorrangig für Hörsäle und Seminarräume, weitere 2 000 Quadratmeter soll der dreigeschossige Querriegel aufnehmen.

Wenn der jetzt favorisierte Vorentwurf umgesetzt werden soll - wozu es noch der Detailplanung bedarf könnte der erste Spatenstich bereits im Sommer nächsten Jahres erfolgen. Die gesamten Baukosten für das Projekt sind von Seiten des staatlichen Baumanagements (und der den Hochschulbau finanzierenden Partner Bund und Land) auf 32 Millionen Mark veranschlagt.

Mit dem vom Preisgericht auf Platz eins gesetzten Entwurf werde einerseits die schwierige Erschließung des Kasernenhof-Areals überzeugend gelöst, andererseits auch das denkmalgeschützte Ensemble respektiert und zudem blieben die Interessen der Nachbarn gewahrt, so betonten gestern die beiden Sprecher des Preisgerichts bei der Vorstellung der Entwürfe.

Der Leitende Baudirektor Richard W. Bitter vom Staatlichen Baumanagement Osnabrück: " Diese Lösung ordnet sich in Volumen und Höhe den vorhandenen Bauten unter, weil wesentliche Teile unterirdisch angeordnet sind und durch drei Lichthöfe belichtet werden." Damit bleibe der Appelplatz mit seinen wertvollen Sichtbeziehungen ungestört. Ähnlich FH-Präsident Prof. Erhard Mielenhausen: " Mit diesem Plan bleibt der Charakter des Geländes erhalten und gleichzeitig wird die hermetische Kaserne städtebaulich geöffnet."

Die Entwürfe für den Wettbewerb Caprivikaserene sind vom 10. bis 14. Dezember jeweils von 14 bis 19 Uhr in der ehemaligen Turnhalle an der Blumenthalstraße zu sehen. (fhv)

DIESER ENTWURF aus dem Stuttgarter Büro Jockers zeigt die südwestliche Ecke des Kasernengeländes mit dem neuen Querriegel und den folgenden gestaffelten Lichthöfen. Oben die alten Kasernenbauten, vorn links verläuft die Capriviistraße. Foto Klaus Lindemann

Autor:
fhv


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