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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Platanen reizen Atemwege und werfen Schatten
Zwischenüberschrift:
Anlieger wollen anderes Grün
Artikel:
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Originaltext:
Platanen reizen Atemwege und werfen Schatten

Anlieger wollen anderes Grün

Anwohner der Lion-Feuchtwanger-Straße ärgern sich über die Platanen vor ihrer Haustür. Mitglieder der sechs Familien klagen in der Blütezeit der Bäume unter anderem über Reizung der Atemwege. Wenn die Stadt die Bäume wenigstens ein bisschen stutzen würde, sagt Petra Bruns, eine der Beschwerdeführerinnen. Aber beim Grünflächenamt macht man ihr und ihren Nachbarn wenig Hoffnungen.

Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Grün und Umwelt: " Wir haben 60 000 Bäume im Stadtgebiet und neun Leute, die sich darum kümmern." Dabei gehe es in erster Linie um Sicherheitsaspekte.

Die Anwohner sind auch nicht erfreut darüber, dass die Bäume, die in den vergangenen zehn Jahren zu einer beachtlichen Höhe von gut zehn bis zwölf Metern herangewachsen sind, im Sommer ihre Zimmer beschatten. Und das Laub sei auch nicht ohne. Die großen, ledrigen Blätter verrotteten auf dem Kompost nur sehr langsam. Aber auch hier sieht Gerdts kaum Chancen, den Anwohnern entgegenzukommen: Bäume brächten nun einmal Schatten.

Die Anwohner wollen allerdings den Eindruck vermeiden, der Baum-ab-Fraktion anzugehören. Gegen Bäume habe man überhaupt nichts, im Gegenteil: Hinter ihren Grundstücken befinde sich ein Wäldchen, das schon einmal vom Kahlschlag bedroht gewesen sei. Hier habe man sich erfolgreich für die Bäume stark gemacht. Aber statt der großen Platanen, deren Wurzelwerk die Pflasterung der Zufahrten anhebe und womöglich schon ins Mauerwerk der Häuser dringe, könne die Stadt doch etwas kleinere, weniger schnell wachsende Baumarten pflanzen. Bäume vor allem, die keine allergischen Reaktionen auslösten.

Der Osnabrücker Allergologe Dr. Rüdiger Szczepanski weiß nichts von einer besonderen Allergiegefährdung durch Platanen und stuft sie nicht als besondere Allergie-Auslöser ein. Ohnehin müsse im Einzelfall untersucht werden, ob jemand empfindlich auf Platanenpollen reagiere. Dann allerdings helfe auch ein Entfernen der Bäume nichts, denn Pollen könnten über sehr weite Entfernungen herangeweht werden. Grundsätzlich könnten aber Staub und Schimmelpilze, wie sie auf Blättern und Pflanzenteilen aller Art vorkommen, " unspezifische" Reaktionen auslösen wie zum Beispiel Kratzen im Hals. (swa)

DIE PLATANEN in der Dodesheide müssen bleiben, während die Scheinzypressen am Bürgerpark weichen sollen. Anwohner der Lion-Feuchtwanger-Straße am Hof Hanesch sind sauer über die Entscheidungen des Fachbereichs Grün und Umwelt. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
swa


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