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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Inhalt:
Überschrift:
Radler und Autos auf Kollisionskurs
Zwischenüberschrift:
ADFC kritisiert Ampelschaltung an der Kreuzung Möserstraße/Goethering
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Radler und Autos auf Kollisionskurs

ADFC kritisiert Ampelschaltung an der Kreuzung Möserstraße / Goethering

Setzt die Stadt an der Möserstraße das Leben von Radfahrern aufs Spiel? Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat die Verantwortlichen vor fünf Wochen auf eine gefährliche Ampelschaltung hingewiesen, die schon mehrere Bei-nahe-Zusammenstöße verursacht haben soll. Von der Stadt gab es darauf weder eine Antwort noch eine Reaktion. Wir haben nachgehakt.

Für Radler, die über die Möserstraße zum Bahnhof fahren, hat die Stadt eine eigene Ampelschaltung eingerichtet. Wer auf dem rot markierten Radweg bei Grün den Goethering überquert, kann leicht mit Autos oder Lastwagen in Konflikt kommen, die vom Konrad-Adenauer-Ring kommen und in Richtung Berliner Platz unterwegs sind. Dr. Peter Viebahn vom ADFC rechnet der Stadt vor, dass beide Seiten zwei Sekunden lang gemeinsam Grün haben. Für ihn heißt das: Der Kollisionskurs ist programmiert.

Diese Einschätzung teilen die Spezialisten aus dem Fachdienst Lichtsignalsteuerung und Verkehrstechnik jedoch nicht. Lebensgefährlich könne die Software auf keinen Fall sein, sagt Jürgen Schmidt vom Fachdienst Straßenbau. Es seien genug Sicherheitsreserven eingebaut, um Unfälle zu vermeiden.

Nach der Anfrage unserer Zeitung hat sich der Verkehrstechniker Arnold Nobbe das Programm für die Ampelschaltung noch einmal vorgenommen und keinen Fehler entdeckt. Er argumentiert mit Räumzeiten und Einfahrwegen, zählt die Zehntelsekunden und kommt zu dem Schluss, dass es das Problem rechnerisch gar nicht geben kann. Und falls doch noch ein Auto auf der Kreuzung steht? Dann müssten sich die Radler an die Spielregel halten, dass man bei Grün nicht einfach drauflospreschen dürfe, bekundet Nobbe.

Das sieht der ADFC anders. Peter Viebahn, der verkehrspolitische Sprecher, versteht nicht, dass es auf sein Schreiben fünf Wochen lang keine Reaktion gegeben hat. Er fragt, ob die Stadt denn tote Radfahrer in Kauf nehmen wolle. Und er denkt schonüber eine Dienstaufsichtsbeschwerde nach.

Die ist vielleicht doch nicht mehr nötig. Nachdem sich unsere Zeitung in die Angelegenheit eingeschaltet hat, kommt offenbar Bewegung in die Sache. Heute soll ein Ortstermin mit allen Beteiligten stattfinden. (rll)

DIE RADLER haben schon grün, der Autofahrer hat noch grün oder schon gelb. Lebensgefährlich findet der ADFC diese Ampelschaltung an der Möserstraße für Radfahrer.

Foto: Jörn Martens
Autor:
rll


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