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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Einst Jahrmarkt, jetzt ein Ort der Erholung
Zwischenüberschrift:
Der neue Friedrich-Lehmenn-Platz
Artikel:
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Originaltext:
Einst Jahrmarkt, jetzt ein Ort der Erholung

Der neue Friedrich-Lehmann-Platz

Ein Blick über Osnabrück zeigt, wie grün die Stadt ist. Viele dieser " grünen Finger" hat der ehemalige Stadtrat Friedrich Lehmann im ersten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts anlegen lassen. Schon 1900 wurde das 4 526 Quadratmeter große Gebiet zwischen der Sutthauser-, Brink- und Magdalenenstraße als zentrale Grünanlage mit hohem sozialen Stellenwert gestaltet.

Der Ort bildete sich zum Treffpunkt für die umliegenden Bewohner heraus. Jetzt wird der heutige Friedrich-Lehmann-Platz nach historischem Vorbild wiederhergestellt. In der Mitte des Rasens hoben die Auszubildenden Bettina Boin und Peter Kohlbrecher unter der Aufsicht der Kolonnenführer Ralf Herterich und Markus Diersing einen Kreis aus. Zu ihm fuhren schon erkennbare Wege. Dort entsteht ein Rosenrondell entsprechend der ursprünglichen Form.

Der Friedrich-Lehmann-Platz war in den letzten Jahren laut Karl-Heinz Kempkes, dem Sprecher der Straßengemeinschaft Osnabrück Neustadt-Süd, mehr und mehr zu einem " Hundeklo" verkommen. Im Zuge der Renovierung wird ein modernes " Hundeklo" installiert, damit die Besucher des Platzes nicht mehr in die Exkremente treten.

Die Umbauarbeiten erledigen hauptsächlich die Auszubildenden des Garten- und Landschaftsbaus im städtischen Fachbereich Grün und Umwelt. Ihre Fähigkeiten haben sie schon bei der Neu-Einfassung des Denkmals am Rathenau-Ring bewiesen. " Das ist eine super Arbeit für uns," sagt Ausbildungsleiter Stefan Otte. " Die Auszubildenden können auf Maschinen arbeiten, Stein- und Pflanzenarbeiten übernehmen und Naturstein in den Sandkästen mauern. Die Baustelle deckt alle Anforderungen ab, die wir in der Ausbildung haben."

Ursprünglich hatte der damalige Magdalenenplatz eine dreieckige Form. Bis Mitte der 20er Jahre wurde er allerdings nur als Bolzplatz genutzt. Im Winter war die Wiese eine Rodelbahn für die Kinder aus der Nachbarschaft, im Sommer fanden dort Jahrmärkte statt. Besonders die Artisten und Clowns von " Bürstleins Kleinkunstbühne" haben das Publikum in ihren Bann gezogen. Ende der 50er Jahre wurde der Platz eingeebnet. Im Frühjahr 2000 kam die Idee auf, den Platz zu restaurieren. Kurz darauf wurden erste Gespräche mit der Stadt geführt. Bürgermeister Burkhard Jasper unterstützte das Anliegen der Straßengemeinschaft. Er ist in der direkten Nachbarschaft des Platzes aufgewachsen und hat auf ihm Fahrradfahren gelernt. Karl-Heinz Kempkes, der auch dafür gesorgt hat, dass Bänke für die Bewohner des Paulusheims angebracht wurden, ließ nicht locker. Schließlich gaben Dieter Zimmermann und Bernhard Schilling vom Umweltdezernat den Startschuss für den Umbau. Die Kosten von 40 000 Mark trägt die Stadt. Burkhard Jasper begrüßte den Einsatz der Anlieger: " Wenn es eine Gemeinschaft gibt, kann man was bewegen."

Die Grünfläche des Friedrich-Lehmann-Platzes soll bis Weihnachten fertig gestellt sein. Der Kinderbereich und der Außenbezirk folgen im Frühjahr 2002. Dann soll die Einweihung mit einer großen Party gefeiert werden. (tw)

FORTSCHRITTE macht der Umbau des Friedrich-Lehmann-Platzes. Die Idee für den Umbau kam aus der Bevölkerung. Die Arbeiten sollen im nächsten Frühjahr abgeschlossen sein. Von links: Ausbildungsleiter Stefan Otte, Axel Balzer, Karl-Heinz Kempkes, Klaus Weihe und Ilse Christina Standke von der Straßengemeinschaft Osnabrück Neustadt-Süd, Ralf Herterich, Fachbereich Grün und Umwelt, Eleonore Guthof von der Straßengemeinschaft, Umweltdezernent Dr. Dieter Zimmermann und Bürgermeister Burkhard Jasper.

Foto: Michael Hehmann
Autor:
tw


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