User Online: 2 | Timeout: 00:39Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
So verschenkt die Stadt ganz fix einen Baum
Zwischenüberschrift:
Pappel seht im Niemandsland - Amt zieht einen Strich
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
So verschenkt die Stadt ganz fix einen Baum

Pappel steht im Niemandsland - Amt zieht einen Strich

So schnell bekommt man einen Baum geschenkt: Ein Hausbesitzer an der Hiärm-Grupe-Straße in der Wüste muss sich um eine fast 40 Meter hohe Pappel kümmern, die durch einen kleinen Strich auf dem Lageplan seinem Grundstück zugeschlagen wurde.

Die mächtige Pappel macht keinen vertrauenwürdigen Eindruck, ist aber - wie Bernd Schilling, der Leiter des Fachbereichs Grünflächenamt erklärt - " absolut standsicher". Dr. Rosina und Herbert Sommerfeldt, die im Schatten der Pappel in einem Reihenhaus wohnen, bleiben skeptisch. Vor wenigen Wochen erst sei bei einem Sturm ein mächtiger Zweig aus der Krone gebrochen und auf dem Parkplatz gelandet. Den Versicherungen des Experten vom Grünflächenamt vertrauen sie nicht. Die Pappel sei alt und gefährlich, sagen sie. Der Stadt wirft Herbert Sommerfeldt vor, die Verantwortung elegant abgewälzt zu haben.

Bis vor zwei Monaten fühlte sich in der Tat die Stadt noch zuständig für den Baum, ließ ihn beschneiden und auf Standsicherheit untersuchen. Doch als es um die Radikallösung ging, ließ die Stadtverwaltung vom Katasteramt einmal genau prüfen, wessen Grundstück die Pappel eigentlich zugeordnet ist. Der Baum steht im Niemandsland, einem Grünstreifen zwischen den Grundstücken. Das Katasteramt legte die in solchen Fällen üblichen Maßstäbe an:

Solche Undefinierten Grünstreifen werden in der Mitte geteilt und den jeweiligen Privatgrundstücken zugewiesen. Also war die Stadt den Baum und die Verantwortung los. Die Verwaltung sieht zurzeit keinen Handlungsbedarf.

Herbert Sommerfeldt bezweifelt nicht, dass die Verwaltung rechtlich alles richtig gemacht hat, " unverschämt" findet er das Vorgehen trotzdem. (hin)

EIN FEDERSTRICH und der Baum hat einen neuen Besitzer: Eine riesige Pappel an der Hiärm-Grupe-Straße steht nicht mehr im Niemandsland. Foto: privat
Autor:
hin


Anfang der Liste Ende der Liste