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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Iburger Straße: Der erste "Stehimweg" weicht zurück
Zwischenüberschrift:
Durchgehende Busspuren und Radwege fordern Tribut
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Originaltext:
Iburger Straße: Der erste " Stehimweg" weicht zurück

Durchgehende Busspuren und Radwege fordern Tribut

Von Rainer Lahmann-Lammert

Der Ausbau der Iburger Straße wirft seine Schatten voraus: Um Platz für durchgehende Busspuren und Radwege zu schaffen, müssen zwei Häuser weichen - zumindest teilweise. Beim ersten haben die Abbruch- und Umbauarbeiten begonnen. Den zweiten " Stehimweg" wird die Stadt wohl noch eine Weile hinnehmen müssen - bislang konnte sie sich mit dem Eigentümer nicht einigen.

Vom Haus Iburger Straße 23, direkt an der Einmündung zur Wörthstraße gelegen, werden 5, 5 Meter abgeschnitten, damit eine durchgehende Straßenflucht möglich wird. In den oberen Stockwerken ist das schon geschehen, das Erdgeschoss soll demnächst folgen. Bei dem Wohn- und Geschäftshaus aus dem Jahre 1906 handelt es sich um einen frühen Stahlbetonskelettbau.

Die Stadt hat das Gebäude vom früheren Eigentümer erworben und an den Bauunternehmer Christian Staub weiterverkauft - mit der Auflage, den vorderen Teil zu entfernen. Staub hat das Haus leergeräumt und ein neues Treppenhaus eingebaut. Die äußere Fassade der verkleinerten Immobilie will er im Stil der Jahrhundertwende wiederherstellen. Bis zum April 2002 soll alles fertig sein - in Neubauqualität.

Dieses Timing passt der Stadt natürlich gut ins Konzept. Sie will im Mai mit dem lang erwarteten Umbau der Iburger Straße beginnen. Allerdings zunächst auf dem Abschnitt zwischen Nahne und der Lutherkirche. Das Teilstück zwischen Miquelstraße und Rosenplatz steht erst Ende 2004 auf dem Zeitplan des Fachbereichs Straßenbau.

Bis dann müsste sich die Stadt mit einem anderen Eigentümer über die Zukunft seiner Immobilie verständigt haben, wenn die Arbeiten reibungslos weitergehen sollen. Es geht um die Apotheke im Haus Iburger Straße 37, die ebenfalls in den Straßenraum ragt. Nach Auskunft von Joachim Götz, dem Leiter des Fachbereichs Immobilien, ist bisher keine Verkaufsbereitschaft zu erkennen, zumal mit der Apotheke ein längerfristiger Pachtvertrag bestehe.

In solchen festgefahrenen Situationen kann eine Stadt nur mit viel Geld oder mit schweren juristischen Geschützen ihre Interessen durchsetzen. Joachim Götz sieht das nüchtern: Nach der Rechtsprechung sei ein Enteignungsverfahren nur dann erfolgreich, wenn die fertigen Pläne auf dem Tisch liegen und die Finanzierung gesichert ist, also kurz vor der Realisierung. Der Ausbau der Iburger Straße sei zwar politisch gewollt, aber das Geld stehe noch nicht zur Verfügung, verlautet aus der Stadtverwaltung. An der Apotheke werde das Projekt jedenfalls nicht scheitern.

EINE SCHEIBE ABGESCHNITTEN: Dieses Haus an der Iburger Straße 23 muss sich der Straßenflucht anpassen. Foto: Jörn Martens
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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