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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Freundlich lächelte dazu die November-Sonne
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Agnes-Miegel-Realschule hat jetzt eine Photovoltaik-Anlage
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DRUCK AUF DEN ROTEN KNOPF: Hans-Georg Freund für den Schulträger, Reiner Möhle vom PVO, Umweltdezernent Dr. Dieter Zimmermann und Schulleiter Erhard Bruns (von links) nahmen gestern die neuen Solaranlage der Agnes-Miegel-Realschule in Betrieb. Foto: Elvira Parton

Freundlich lächelte dazu die November-Sonne

Agnes-Miegel-Realschule hat jetzt eine Photovoltaik-Anlage

Als sich der Novembernebel lichtete, strahlten Erhard Bruns und Reiner Möhle gestern Morgen mit der Sonne um die Wette: Konnten doch der Schulleiter der Agnes-Miegel-Realschule und der Vorsitzende des Photovoltaik-Ver-eins Osnabrück die neue Stromfabrik auf dem Dach der Schule offiziell in Betrieb nehmen.

Demnächst bekommt die Agnes-Miegel-Realschule einen Anbau hinzu. Und das nach Südosten geneigte Dach für das verbindende neue Treppenhaus erschien der Schule als idealer Standort für eine Solaranlage: " Als Demonstrationsobjekt für den Physikunterricht, als Anregung für Ritern und Schüler um über erneuerbare Energien auch im privaten Rereich nachzudenken und als Bestandteil einer umweltgerechten Schule", so sagte Schulleiter Erhard Bruns gestern, 50 000 Mark haben die 24 Module auf dem Dach zusammen mit der Steuerungsanlage gekostet. 2, 8 Kilowatt beträgt die Nennleistung des Sonnenstrom-Kraftwerks, und nach dem Vertrag zwischen der Stadt, den Stadtwerken und dem Tragerverein bekommt die Schule jährlich zwei Fünftel der Erträge zur freien Verfügung. Das werden bis zu 800 Mark im Jahr sein, je nachdem, wie gut es die Sonne meint.

" Initiative lohnt sich also", betonte Erhard Bruns in der kleinen Feierstunde, und der Schulchor und die Band intonierten dazu den alten Hit " Here comes the sun" als Begleithymne. PVO-Vorsitzender Reiner Möhle steuerte neben aller Freude über den Zuwachs an erneuerbaren Energien auch eine Mahnung bei. Die Industriestaaten müssten die Photovoltaik noch viel stärker voranbringen, sagte er: " Um der Umwelt willen, und damit der Friede unter den Völkern gewahrt bleibt." Immerhin habe der Verein jetzt die Gemeinnützigkeit erreicht, das werde weiteren Auftrieb geben.

Gut 100 Photovoltaik-Anla-gen sind in den letzten Jahren in Osnabrück installiert worden, davon zehn auf öffentlichen Gebäuden. Damit sei die Stadt allerdings von ihrer freiwilligen Verpflichtung zur Reduktion der CO2-Emission um die Hälfte bis zum Jahr 2010 noch weit entfernt, räumte Umweltdezernent Dr. Dieter Zimmermann ein. Schon die Aufstockung der PC-Ausstat-tung in der Verwaltung koste mehr Strom, als im gleichen Zeitraum durch Energiespar-maßnahmen, Windkraftanlagen und abgasarme Autos wettgemacht werde.

So auch Burkhard Tietz, Um-weltkoordinator bei der Stadtverwaltung: " Jeder Neubau wie hier für die Agnes-Miegel-Realschule verändert die CO;- Bilanz wieder negativ", sagte er. Da sei dann die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ein willkommener Ausgleich, (fhv)
Autor:
fhv


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