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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Virtuelle Welten treffen auf die "unter.Welten"
Zwischenüberschrift:
Schüler programmieren "Museum im Computer"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
In einer dunklen Höhle flimmert der Monitor eines Computers. Unter den Füßen knirscht der Sand. Hightech in einer steinzeit-ähnlichen Umgebung. In dem spärlichen Licht sitzen Gestalten, die gebannt auf den Bildschirm starren. Was sie sehen, ist von zehn Schülern des Gymnasiums " In der Wüste" mit ihrem Geographie- und Sportlehrer Lothar Gröne " gebaut" worden.

Die Bodenausstellung " unter.Welten" im Museum am Schölerberg findet ihr Pendant in der virtuellen Realität. Das, was der Besucher " in echt" zu Fuß erlaufen und erfahren kann, ist von den zehn Gymnasiasten der Klassen 7 bis 10 multimedial aufbereitet worden.

Bei einem Kundgang durch das digitale Museum kann sich jeder Interessierte mit den Pflanzen und Lebewesen des Bodens vertraut machen. Der Umwandlungsprozess von organischem Material ist ebenso ausführlich dargestellt wie das Leben der Hornmilbe oder die ungewöhnliche Fortbewegung des Kugelspringers. Letzteres hat der Schüler Jan Vornbergen in einer 3D-Simulation verarbeitet: Per Saldo hüpft das zirka neun Millimeter große Tierchen durch die virtuelle Landschaft.

Das erworbene Wissen kann in einem Quiz getestet werden, das Internet-Surfer auch unter www.gidw.de spielen können. Mit einer Figur müssen CD-ROMs eingesammelt werden, die den Spieler mit Infos versorgen. Wenn der Vorrat eine gewisse Menge erreicht hat, wendet sich der Spieler an ein rotes Männchen, das eine Frage stellt, wie zum Beispiel: Wo tritt häufig Bodenversäuerung auf? 1. Auf gedüngten Feldern, 2. in Großstadtböden oder 3. in Nadelwäldern.

" Wer sich intensiv mit der Boden-Ausstellung befasst, brauchte in dem Spiel kaum CDs einzusammeln und könnte einen Rekord aufstellen," meint Lothar Gröne, der die Computer AG geleitet hat, die das Museum im Computer erstellt hat. Also weiß der zukünftige Rekordhalter, dass Antwort 3 die Richtige ist.

Warum ist dann das virtuelle Museum eingerichtet worden, wenn die Informationen auch ergangen werden können? " Die PC-Station richtet sich an die Generation, die es entworfen hat", sagt Monika Weyer aus dem Ausstellungsteam der " unter.Welten" und ergänzt: " An manchen Stellen konnten wir auch nicht so tief gehen wie in der Ausstellung." Das Museum am Schölerberg hat die Schüler zwar mit Informationen versorgt. Trotzdem haben sie auch im Internet recherchiert, um das angebotene Wissen zu fundieren.

Über eineinhalb Jahre haben die Computerfreaks des Gymnasiums " In der Wüste" an dem digitalen Museum gearbeitet. Die Schule hat Erfahrung mit der Materie: Im letzten Jahr erstellte sie im Rahmen der Expo 2000 eine ähnliche Arbeit zum Thema " Der Boden unter unseren Füßen, die Welt auf der wir stehen". Darüber entstand auch der Kontakt mit dem Museum am Schölerberg.

Die Schüler haben ihr Projekt mit Sachverstand und ein wenig Stolz präsentiert. Sie sind aber auch nicht unglücklich darüber, dass die Sache vorbei ist und sie sich anderen Dingen zuwenden können. " Die Arbeit hat wohl Spaß gemacht," sagt Thomas Lindemann, " aber irgendwann kann man die Tiere nicht mehr sehen".

DER BODEN IM COMPUTER: Die Schüler des Gymnasiums " In der Wüste" haben einen virtuellen Rundgang durch die Boden-Ausstellung " unter.Welten" programmiert. Von links: Oliver Kriz, Thomas Lindemann, der Leiter der Computer AG, Lothar Gröne, Marcel Licence, Tassilo Fip, Simon Hagen und Andre Schemschat. Foto: Jörn Martens
Autor:
tw


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