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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Die Ingenieure kämpfen um jeden Zentimeter
Zwischenüberschrift:
Iburger Straße: Baubeginn im Frühjahr
Artikel:
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Originaltext:
Die Ingenieure kämpfen um jeden Zentimeter

Iburger Straße: Baubeginn im Frühjahr

Wenn die Iburger Straße durchgehend 24, 5 Meter breit wäre, hätten die Planer ein leichtes Spiel. Doch diesem Idealquerschnitt steht manches Hindernis im Weg. So kämpfen die Ingenieure mit jedem Zentimeter, um das vorhandene Profil optimal zu nutzen. Im Frühjahr 2002 soll der lang erwartete Ausbau beginnen.

Zwei Spuren für Autos, zwei Spuren für Busse, zwei für die Radler und zwei Gehwege, dazu ein Mittelstreifen und die Parkplätze: Wenn Walter Blankenagel anfängt zu rechnen, kneift es immer irgendwo. Aber der Bauingenieur aus Münster kennt die Iburger Straße zwischen Nahne und dem Rosenplatz mindestens so gut wie seine Westentasche. Er hat die Herausforderung bewältigt, alle benötigten Spuren auf dem zwei Kilometer langen Straßenabschnitt unterzubringen.

Walter Blankenagel, Mitinhaber des Ingenieurbüros Kettler und Blankenagel, würde für die Mittelinsel am liebsten durchgängig zwei Meter reservieren - mindestens.

So viel brauche man schon, wenn eine Frau mit Kinderwagen die Straße überqueren wolle, erklärte er vor dem Stadtentwicklungsausschuss. Dann reiche der Platz auch aus, um Bäume zu pflanzen. Weil es aber vielerorts zu eng ist, wird es an manchen Stellen wohl nur einen 72 cm breiten Mittelstreifen geben. Fußgänger sollten dann besser bis zur nächsten Kreuzung gehen und dort die Straße überqueren, rät der Planer.

Zu den Engpässen gehört das Versorgungsamt, das im Gegensatz zu zwei Gebäuden auf der östlichen Straßenseite nicht zurückgebaut werden soll. Berüchtigt als Nadelöhr ist die Eisenbahnbrücke am Rosenplatz. Sie zwingt die Planer zu einem Kunstgriff. So wird der stadtauswärts fahrende Bus ein Stück weit über die Autospur geleitet. Einschränkungen gibt es aber auch dort, wo im Untergrund Leitungen verlegt sind. So verhindert ein 1, 50 Meter breiter Kabelkanal der Telekom weitere Baumpflanzungen.

Zu den Zielen der Stadt gehörte es überdies, Platz für zusätzliche Bäume zu schaffen und zugleich die Zahl der Parkplätze entlang der Iburger Straße nicht zu vermindern. Dieser Spagat ist Blankenagel und seinem Team gelungen, nach der Formel " Zwei Bäume ergeben einen Parkplatz".

Jürgen Schmidt vom Fachdienst Straßenbau hofft, dass die Stadt im März oder April einen Vorbescheid für die Finanzierungbekommt. Dann könnte im Mai mit dem Ausbau der Iburger Straße begonnen werden -" frühestens", wie Schmidt betont. (rll)

ES KNEIFT AN ALLEN ECKEN: Die Iburger Straße soll durchgehende Bus- und Radspuren bekommen. Foto: Archiv / Hehmann
Autor:
rll


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