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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Die Letzte Bombe entpuppte sich als harte Nuss
Zwischenüberschrift:
Beide Zünder festferostet
Artikel:
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Originaltext:
Die Letzte Bombe entpuppte sich als harte Nuss

Beide Zünder festgerostet

Von Michael Schwager und Michael Hehmann

Die Serie von Bombenentschärfungen endete an diesem Wochenende. In den vergangenen Wochen machten die Kampfmittelbeseitiger in Osnabrück insgesamt zehn Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich. Die Zehn-Zentner-Bombe gestern Nachmittag entpuppte sich dabei als besonders harte Nuss.

Der Sprengkörper, der auf einem Privatgrundstück am Piärkamp im Fledder ausgemacht worden war, hatte zwei festgerostete Zünder. Etwa 45 Minuten benötigten die Sprengmeister Thomas Gesk und Ralf Reisner für die Entschärfung. Die Autobahn A 33 war in dieser Zeit zwischen den Abfahrten Lüstringen und Fledder gesperrt. Die Bahnstrecke Osnabrück-Hannover lag im Sicherheitsbereich. Deshalb mussten die Sprengmeister ihren Zeitplan mit der Hahn abstimmen und auf ein Zeitfenster warten, in dem keine Personenzüge den Sektor passierten.

Neben den Kampfmittelbeseitigern waren gestern Helfer von Feuerwehr, Polizei, Bundesgrenzschutz und Technischem Hilfswerk im Einsatz - zusammen 345 Mitarbeiter. 3 300 Menschen mussten vor der Entschärfung ihre Häuser und Wohnungen verlassen, rund 50 nutzten das Evakuierungszentrum in der Gesamtschule Schinkel.

Bereits am Samstag war eine Fünf-Zentner-Bombe auf dem Sportplatz an der Weberstraße unschädlich gemacht worden. Kurz nach 16 Uhr war in Schinkel Entwarnung signalisiert worden. 1 500 Menschen hatten vorher den Gefahrenbereich verlassen müssen. Sechs kranke, bettlägrige Einwohner hatten Transportmöglichkeiten in Anspruch nehmen müssen.

Die Entschärfungen der letzten Wochen hatten die bislang umfassendsten Evakuierungen nötig gemacht. Insgesamt mussten rund 16 000 Menschen in den vergangenen Monaten ihre Wohnungen jeweils für kurze Zeit verlassen.

GESCHAFFT: Thomas Gesk präsentiert die ausgebaut harmlos wirkenden kleinen Teile. Die aber machen aus zehn Zentnern schwer entzündbarem Sprengstoff eine gefährliche Bombe.

ALS DIE BOMBEN FIELEN, war alles wesentlich schlimmer als heute: Waldtraud Fische (links) und Marianne Pohl im Evakuierungszentrum können sich noch an die Zeiten erinnern.
Autor:
Michael Schwager


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