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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Nur zwei Parkplätze für 22 neue Häuser - was nun?
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Über 100 Interessierte kamen zum Bürgerforum Schinkel
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Nur zwei Parkplätze für 22 neue Häuser - was nun?

Über 100 Interessierte kamen zum Bürgerforum Schinkel

Was unternimmt die Stadt gegen den Verkehrslärm an der Bremer Straße? Wann kommt der Lückenschluss der A 33? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des ersten Bürgerforums, das den Stadtteilen Gartlage, Schinkel und Widukindland galt. Über 100 Interessierte kamen ins Hotel Westerkamp, viele stellten Fragen und diskutierten mit.

Mit einer so großen Resonanz hatte kaum jemand gerechnet, zumal die neue Mehrheit im Rat diese neue Form der Bürgerbeteiligung schon vor dem Start zum Auslaufmodell erklärt hat. Einmal wurde es sogar richtig turbulent. Anwohner der Heinrich-Rabe-Straße, einer Neubausiedlung am Ickerweg, warfen der Stadt Versäumnisse bei der Planung vor.

Auf dem nicht einmal 200 Meter langen Straßenstück sollten ursprünglich vier Parkplätze ausgewiesen werden - für 22 Häuser, wie eine Anwohnerin empört vermerkte. Zwei dieser Stellplätze gingen jedoch verloren, weil sie Grundstückszufahrten im Wege standen. Darauf wies Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau, hin. Die Stadt habe dem Investor jedoch nahegelegt, vier zusätzliche Parkplätze am Eingang der Sackgasse zu bauen.

Die Frage, wer diese zusätzlichen Stellplätze bezahlen soll, löste im Bürgerforum einen Tumult aus. Schürings ließ durchblicken, dass auch die Anwohner herangezogen werden könnten, Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip vertrat die Auffassung, dass der Investor dafür geradestehen müsse. Angesichts der unklaren Situation fragten die Siedler aufgebracht, ob sie sich auf die Planungssicherheit der Stadt denn nicht verlassen könnten. Nun will die Stadt die Rechtslage prüfen und mit den Beteiligten ein klärendes Gespräch führen.

Ein großer Teil der Fragen und Diskussionsbeiträge bezog sich auf Verkehrsprobleme. So erkundigten sich Anwohner der Bremer Straße nach einem wirksamen Lärmschutz. Stadtplaner Schürings kündigte eine Bestandsaufnahme an und stellte für besonders hart betroffene Straßenabschnitte Zuschüsse für Schallschutzfenster und schalllgedämmte Lüftungssysteme in Aussicht.

Klagen über unerwünschten Durchgangsverkehr kamen vor allem vom Vaterlandsweg und von der Weberstraße. Auch hier kündigte Stadtplaner Schürings Bestandsaufnahmen an. Bei künftigen Verkehrsberuhigungen müsse jedoch nach dem Grad der Belastungen entschieden werden. Lange Gesichter gab es, als Schürings zu bedenken gab, dass andere Stadtteile ungünstiger dran seien als Widukindland.

Einige Bürger äußerten die Erwartung, dass sich die Verkehrsprobleme nur mit dem Lückenschluss der Autobahn A 33 nach Wallenhorst und dem Bau der lange auf Eis liegenden Mittleren Verbindung Ost lösen ließen. Aber auch die Gegenposition wurde geäußert: Dann rolle noch mehr Verkehr durch Schinkel, warnte ein Diskussionsteilnehmer.

Auf die Frage, wann mit dem Lückenschluss der A 33 zu rechnen sei, nannte Oberbürgermeister Fip einen Zeithorizont von sieben bis zehn Jahren. Die neue Ratsmehrheit spreche sich zwar dafür aus, aber beim Ausbau von Fernstraßen sei nicht nur die Stadt Osnabrück gefragt. So werde der Lückenschluss von der Nachbargemeinde Wallenhorst nicht mitgetragen. (rll)
Autor:
rll


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